Liebeskummer – was hilft?

Was hilft gegen Liebeskummer?

Was hilft gegen Liebeskummer

Eine Beziehung ist beendet und Du bleibst allein zurück. Der Liebeskummer frisst sich in die Seele und der Trennungsschmerz breitet sich aus. Ein überaus normaler und verständlicher Zustand. Ebenso das Vergießen vieler Tränen. Doch dieser  Zustand soll bald verschwinden, die Tränen versiegen und der Schmerz gehen.

Die folgenden Tipps helfen Dir, den Liebeskummer zu überwinden.

Schmerz in der Seele  

Eben war die Welt noch in Ordnung. Nichts konnte Deine gute Laune trüben. Dann kommt eine einfache SMS mit den Worten: „Ich trenne mich von dir“. Die Welt bricht in sich zusammen und in Deine Seele frisst sich der Schmerz. Jetzt hat Dich der Liebenskummer gepackt und keine Pille kann Dir helfen.

Einfach so

Du kannst Dich auf vieles im Leben vorbereiten. Jedoch auf Liebeskummer nicht. Der kommt aus heiterem Himmel und hinterlässt ein schmerzendes Gefühl.

Jetzt würdest Du am liebsten denjenigen, der Dich verlassen hat, hassen. Du suchst dafür das Negative an diesem Menschen. Jedoch geht das Hassen meistens nicht. Denn die Verliebtheit ist ja mit der Trennung nicht plötzlich verschwunden und genau das bereitet den Liebeskummer. 

Die Seele leidet furchtbar und Du hast das Gefühl, der Boden wird Dir unter den Füßen weggerissen. Plötzlich hast Du zu nichts mehr Lust, Deine Energie ist verschwunden und alles scheint sinnlos. Nur das Gefühl zum Weinen, Versinken und Toben nimmt überhand.

Liebeskummer durchlebt vier Phasen  

Liebeskummer durchlebt jeder Mensch anders und Liebeskummer nicht gleich Liebeskummer. Die einen verschlingen haufenweise Schokolade, andere können überhaupt nichts mehr essen. Bei Liebeskummer gibt es vier unterschiedliche Kummerphasen.

Verschwunden ist die rosarote Brille  

Die erste Phase: Die plötzliche Trennung willst Du gar nicht wahrhaben. Du versuchst, Deinen Schwarm zurückzuerobern. Du schreibst Briefe, überhäufst den EX mit SMS oder rufst ständig an. Es ist jedoch wichtig, die Trennung zu akzeptieren und mach Dir selbst nichts vor. Das bedeutet für Dich am Anfang furchtbare Traurigkeit.

Trauern bei liebeskummer

Die zweite Phase: das Trauern. Du weinst Deiner verlorenen Liebe nach und musst der Realität ins Auge sehen. Die Folge ist Verzweiflung, Trauer, Wut, Depressionen und Hilflosigkeit. Diese Trauer kann Monate andauern. Es kommen die Fragen auf: was ist passiert? Warum ist der Partner plötzlich weg? Das alles wird irgendwann vorbei gehen und Du hast keine Tränen mehr.  

Phase drei: Der Spaß am Leben kommt zurück. Jetzt kannst Du langsam Deine beendete Beziehung verarbeiten. Allerdings benötigt Phase drei einige Zeit!

Phase vier: Akzeptieren. Du akzeptierst die Trennung, hakst Deinen EX endgültig ab und bist bereit für eine neue Liebe.

Das Ende einer Beziehung bringt schmerzlichen Verlust des geliebten Menschen. Dabei treffen verschiedene Gefühle zusammen, die sich manchmal sogar widersprechen: Das sind Verlangen, Kummer, Sehnsucht, Hoffnungslosigkeit, Liebe,  Teilnahmslosigkeit, Verzweiflung, Wut und zeigen damit Gefühle. Sogar Wut ist ein Gefühl, das dem EX entgegengebracht wird.

Und ständig die Frage nach dem Warum. Dieser Prozess ist bei jedem anders und  unterschiedlich lang. Denn mit dem Verlust musst Du erst mal zurechtkommen. Einige können dies recht schnell und bei anderen ist es intensiv und schmerzhaft.

Sich nicht in den Liebeskummer verlieren

Wichtig ist, dass Du bei Dir bleibst und Dich nicht aus den Augen verlierst. Oft wird sich nur auf den Schmerz konzentriert und alles, was für den Verlassenen gut sein kann, wird ausgeschaltet. Daher solltest Du im Prozess der Trauer alle Gefühle zulassen, selbst die positiven.

Dass noch liebende, romantische Gefühle oder Sehnsucht für den Ex-Partner oder Partnerin vorhanden sind, ist völlig normal. Viele verlassene Menschen empfinden Wut und drücken damit Verletzlichkeit aus. Denn sie fühlen sich betrogen, zurückgewiesen oder unfair behandelt. Diese Gefühle darfst Du Dir eingestehen. 

Dennoch solltest Du Dich umschauen, was gut für Dich ist. Sind Freunde jetzt für Dich da und stehen Dir bei? Lass Dir helfen und suche gemeinsam mit den Freunden das, was zum positiven Denken verhilft.

Diese Gefühle solltest Du zulassen und verarbeiten, damit der Schmerz über den verlorenen Partner vergeht. 

Was hilft bei Liebeskummer?

Dem Gefühl der Angst, Trauer und Wut kannst Du Dich nur selbst stellen, oder  Freunde oder einem Experten um Hilfe bitten. Kontaktaufnahme mit dem Ex oder Anschuldigungen bringen nur schmerzhafte Zurückweisung oder weitere Verletztheit und hilft bei Liebeskummer gar nicht. Besuche nicht ständig diverse Seiten auf den Social Media Accounts vom Ex, das hilft Dir nicht weiter. So gern Du wissen möchtest, was der oder die Ex macht, es wird Dich nur verletzen und Traurigkeit bringen.   

Einige Tipps gegen Liebeskummer:

1. Nicht Grübeln

Der Kopf ist voll von den Fragen, warum und wie ist das passiert? Was hätte anders laufen können? Kann die Beziehung noch gerettet werden? Diese Fragen bringen Dich kaum weiter. Widme Dich der Frage, was Du gegen Liebeskummer unternehmen kannst. Gedanken sind wohl nützlich, Grübeln jedoch hilft nicht und kostet viel Kraft. Stecke diese Kraft in positive Gedanken und gestalte Dein Leben so, damit der Trennungsschmerz erträglicher und die Trauer überwunden wird.

2. Reden

Reden hilft immer. Egal ob Frau oder Mann. Denn alles mit sich selbst ausmachen, bringt Dich nicht weiter. Grüble nicht so viel, sondern suche das Gespräch mit Freunden und lasse Dich unterstützen. Du bist nicht länger allein mit Deinen Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen. Deine Freunde werden Dir zur Seite stehen.  Das Reden kann neue Perspektiven öffnen und Deinen Schmerz lindern. Sollte es Dir zu viel sein, kannst Du Dich für eigene Gedanken ein wenig zurückziehen.

3. Bewegung

Etwas Bewegung, der gut für Dich und Deinem Körper ist, ist viel wert. Sport kann Dich von Deiner Verzweiflung und Wut befreien. Also suche die Bewegung, die Dir Spaß macht und Dich auspowert. Mit Bewegung kannst Du Deine körperlichen und geistigen Anspannungen abbauen. Sicherlich gibt es eine Sportart, die Du gerne machst. Wenn Joggen, Laufen oder das Fitnessstudio nicht Dein Geschmack ist, gehe einfach nur spazieren. Vielleicht entdeckst Du sogar Yoga, die Deine   Beweglichkeit unterstützt. Entweder gehst Du dafür in einen Yoga Club oder alleine zu Hause nach Anweisungen einer CD oder DVD.

4. Kreativ sein

Kreativ sein gegen liebeskummer

Erlebe Deine Gefühle. Verewige diese in Bildern, Gedichten oder Liedern. Schreibe Deine negativen und positiven Gedanken und Gefühle auf. Was beschäftigt Dich, was macht Dich traurig? Positive Erlebnisse oder Überraschungen des Tages. Einfach alles aufschreiben. Singe Dein Lieblingslied oder höre laut Musik. Überfällt Dich dies in der Nacht, greife den Nachbarn zuliebe zu Kopfhörern. Wofür Du Dich auch entscheidest, lasse Deinen Gefühlen freien Lauf.  

5. Der Ton macht die Musik

Hörst Du gerne Musik? Denn Musik hilft beim Trauerprozess und traurige Musik hebt manchmal sogar die Stimmung. Vielleicht hast Du eigene CDs, die Dir für Deine Wut, Trauer und einzelne Phasen nützlich sind. Musik kann befreien und lässt einige Zeit den Schmerz vergessen.

6. Routine pflegen

Routine und Rituale helfen oft beim Trauerprozess. Lege Dir einen für Dich sinnvollen Tagesablauf fest und folge diesem zeitnah. Ein paar tägliche Termine geben Deinem Leben etwas Struktur und die Tage werden erträglicher. Vergebe für Dich selbst Termine. Sei es Sport, das Treffen mit Freunden oder ein Termin für die Badewanne. Damit erlebst Du für Dich etwas Gutes oder Dein Vorhaben überrascht Dich selbst. 

Weitere Tipps

Unternehme schrittweise, was Dir gefällt, dann bist Du auf dem richtigen Weg.  Sollte etwas länger andauern, nicht gleich verzweifeln. Du bist noch geschwächt und trauerst. Versuche es einfach noch einmal oder etwas anderes. Schaue, was Dir hilft. Nehme Dir für Deinen Kummer Zeit und setze Dich nicht unter Druck. Fühle in Dich hinein, was Dir Deine Seele sagt und sei ehrlich zu Dir selbst.

Trauer überwinden

Wie bereits beschrieben, wird Liebeskummer mit vier Phasen bewältigt. Du solltest diese Phasen verstehen und denen möglichst einen festen Platz geben. Denn wenn Du weißt, was in Deinem Körper vorgeht, kannst Du auf diese Symptome achten und für Dich angehen. Beachte dabei wichtige Tipps und nehme bei Bedarf einen Experten in Anspruch. Dieser Experte kann Dir helfen und einzelne Situationen mit Dir durchgehen. Ein Experte kann besser auf Deine individuellen Gefühle und Bedürfnisse eingehen und steht Dir mit Rat und Hilfe beiseite.

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