Was hilft bei gegen Durchfall bei Kindern?

Was hilft bei gegen Durchfall bei Kindern?

Was hilft bei gegen Durchfall bei Kindern?

Durchfall ist unangenehm und bei kleinen Kindern kann dies sehr beunruhigend sein. Da bei kleinen Kindern das Immunsystem noch ungenügend Abwehrkräfte gebildet hat, kann es schnell zu Durchfall und Magenproblemen kommen. Die Auslöser sind hauptsächlich Rota-, Noro- oder Adeno-Viren.


Bei der Behandlung von Durchfall muss unbedingt der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Dafür eignet sich am besten Wasser und leicht gesüßter Kräuter- oder Früchtetee. Ebenso eine Rehydratationslösung- oder Pulver, beides wird in Wasser aufgelöst und rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten. In diesen  Präparaten sind diverse Elektrolyte enthalten, die bei Durchfall dem Körper entzogen werden. Zusätzlich enthaltene Lactobazillen baut die gestörte Darmflora schnell wieder schnell auf und verkürzt den Durchfall.

Sind diese Präparate keine Hilfe oder der Durchfall ist stark wässrig, sollte unbedingt  ein Arzt aufgesucht werden. Betrifft dies Säuglinge oder Kleinkinder ist innerhalb von 24 Stunden der Arzt zu rufen. Ebenso bei Fieber, starke Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl. Dies gilt ebenso bei Erwachsenen.

Austrocknung bei Durchfall

Tritt bei Kindern Durchfall und gleichzeitig Erbrechen auf, richtet sich das Augenmerk vom Kinderarzt stets auf Zeichen einer Austrocknung:

Zum Beispiel:

  • Niedriger Spannungszustand der Haut (Hautturgor). Dabei wird mit zwei Fingern die Bauchhaut angehoben. Besteht ein starker Flüssigkeitsmangel, bleibt beim Loslassen eine „stehende Hautfalte“ zurück
  • eingefallene große Fontanelle
  • trockene Schleimhäute
  • wenig ablassen von Urin

Sobald eines der Symptome auftritt, ist der Weg in ein Krankenhaus durch den  Kinderarzt sehr wahrscheinlich, um durch eine Infusion die fehlende Flüssigkeit wieder zu ersetzen. Rota Viren verursachen bei kleinen Kindern häufiger eine schwere Magen-Darm-Infektion mit starkem Verlust an Flüssigkeit und daher ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig.

Mittlerweile wird ab der achten Lebenswoche eine Schluckimpfung 2 bis 3 Mal im Abstand von vier Wochen verabreicht. Damit wird eine schwere Vireninfektion bei 90 Prozent der Kinder verhindert. Diese Impfungen werden von jeder Krankenversicherung bezahlt. 

Durchfall bei Kindern bedarf keiner speziellen Heilnahrung oder Schondiät. Jedoch sollte in dieser Zeit keine schwer verdauliche oder fettreiche Nahrung zugeführt werden. Bei Durchfall sind eher Zwieback, Salzstangen, geraspelte Äpfel, zerdrückte Bananen, gestampfte Kartoffeln und Möhren geeignet. Im geriebenen Apfel sind Pektine enthalten, diese quellen den Stuhl auf und lindern den Durchfall.  

Wann von Durchfall gesprochen wird

Durchfall erzeugt einen unangenehm riechenden Stuhl und wird häufiger und flüssiger als normal entleert.

Von einem Durchfall wird gesprochen:

  • bei einem Baby: mehr als fünf dünne Stühle täglich
  • bei einem Kleinkind: mehr als drei dünne Stühle täglich

Bei Durchfall ist der Verlust an Salzen und Flüssigkeit besonders hoch. Bei Säuglingen und kleinen Kindern kann dies zur Austrocknung führen und dadurch gefährlich werden.

Infektionen als häufigste Ursache

Durchfallerkrankungen und Infektionen werden sehr häufig durch unterschiedliche Bakterien und Viren ausgelöst. Bei Kindern ist dies zum Beispiel durch Rota- und Noroviren. Diese Erreger verbreiten sich durch Schmierinfektionen und sind hochansteckend. Mit Viren behaftete Gegenstände und Flächen übertragen diese Keime beim Berühren. Zum Beispiel über Wasserhähne, Türklinken und Lichtschalter, somit gelangen die auf der Hand befindlichen Viren in den Mund. Es ist empfehlenswert, diese Flächen stets zu desinfizieren. Selbst mit dem Erreger verunreinigte Lebensmittel können diese Keime übertragen.

Durchfall kann ebenfalls durch verdorbene Lebensmittel, unvorteilhafter Ernährungsweise, Lebensmittelunverträglichkeit oder Medikamente ausgelöst werden. Des Weiteren durch seelische Faktoren, allerdings klingen diese Beschwerden nach zwei Tagen wieder ab.

Vorgehensweise bei Durchfall beim Baby oder Kleinkind

Bei Durchfall beim Kind sollte zuerst die Körpertemperatur gemessen werden, da Fieber und gleichzeitiges Erbrechen auf eine Infektion hinweisen kann. 

Der Verlust von Flüssigkeit und Salze ist unbedingt durch viel trinken auszugleichen, am besten in kleinen Abständen und Mengen. Je nach Kindesalter kann bei der  Zufuhr unterschiedlich vorgegangen werden:

Durchfall beim Baby oder Kleinkind

Beim Baby:

  • Säuglinge unbedingt weiterhin stillen, denn durch Muttermilch wird das Kind vor Infektionen geschützt
  • Bei Flaschennahrung anstatt der Säuglingsmilch sechs bis acht Stunden nur  dünnen Tee verabreichen. Dafür eignet sich Fenchel- oder Kamillentee mit einem Teelöffel Traubenzucker und einer Prise Salz

Beim Kleinkind und ältere Kinder:

  • Sechs Stunden keine feste Nahrung verabreichen, dafür viel trinken.

Bei den Getränken darf es durchaus abwechslungsreich sein. Zu empfehlen sind Kamillen-, Fenchel- und verdünnter schwarzer Tee, denen zwei gestrichene TL Zucker und eine Prise Salz auf eine Tasse zugegeben wird. Gesalzene Brühe und  Obstsäfte mit viel Kalium, wie Aprikosen- oder Bananensaft können den Verlust an Vitaminen, Nährstoffen und Elektrolyten ausgleichen. Trinkt Dein Kind selbstständig aus einem Becher, kann oft ein Strohhalm die Trinkmenge erhöhen.

Nach sechs Stunden kann Dein Kind bereits wieder leicht verdauliche und fettarme Kost zu sich nehmen. Das können gesalzene Hafer- oder Reisschleimsuppe, Zwieback, geriebene Äpfel oder zerdrückte Banane sein.

Um weitere Ansteckungen zu verhindern, müssen jegliche Familienmitglieder die Hände häufig waschen und besonders auf Sauberkeit achten. Jeder Toilettengang und das Windeln wechseln ist mit Hände waschen abzuschließen. Vor jeder Mahlzeit und deren Zubereitung sind die Hände gründlich mit Seife und warmem Wasser zu reinigen.

Wann ein Arztbesuch unabdinglich ist

Kinderarzt bei Durchfall

Mit einigen der aufgeführten Maßnahmen kann bei Deinem Kind eine baldige Besserung auftreten. Jedoch erfordern bestimmte Umstände und Symptome allerdings einen unverzüglichen Besuch beim Kinderarzt:

  • wenn sich beim Stillkind die Stuhlfarbe Weiß zeigt
  • wenn das Kind nicht Trinken will
  • wenn Erbrechen zum Durchfall hinzukommt 
  • wenn hohes Fieber und/oder gleichzeitig Bauchschmerzen auftreten
  • wenn sich die Bauchdecke angespannt anfühlt
  • wenn bei Säuglingen der Durchfall mehr als sechs Stunden, beim Kleinkind mehr als zwölf Stunden und beim Schulkind bereits 18 Stunden anhält.

Dem Kinderarzt nützliche Beobachtungen mitteilen

Durchfall kann durch viele Ursachen auftreten, daher solltest Du Dein Kind genau  beobachten, um dem Kinderarzt eventuell weitere Symptome mitteilen zu können. Zum Beispiel:

  • Fieber, Bauchschmerzen oder Erbrechen
  • wie oft die Windel voll, wie viel Stuhl enthalten ist und die Beschaffenheit
  • die Farbe vom Stuhl
  • Unregelmäßige Entleerung der Blase   
  • Schnupfen oder Husten
  • Beeinträchtigung oder Schwäche
  • eventuell andere Familienmitglieder mit den gleichen Symptomen

Kinder mit Durchfall sorgen für Beunruhigung bei den Eltern. Auf jeden Fall bedarf  Durchfall eine gezielte und frühzeitige Behandlung, damit eventuellen Stoffwechselstörungen vorgebeugt werden kann. 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.