Was hilft gegen Bauchkrämpfe?

Was hilft gegen Bauchkrämpfe? Ursachen, Hausmittel & Tipps

Was hilft gegen Bauchkrämpfe

 

 

Im Magen-Darm-Trakt entstehen die Bauchkrämpfe. Verursacher sind bestimmte Muskeln im Verdauungstrakt, die sich krampfhaft zusammenziehen und Schmerzen verursachen. Dauern die Bauchkrämpfe länger an oder treten innerhalb von drei Monaten immer wieder auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

Bauchkrämpfe – was sind das genau?

Der Ursprung für Bauchkrämpfe liegt im Magen-Darm-Trakt. Bestimmte Muskeln innerer Organe im Bauchraum ziehen sich zusammen, die Folge sind schmerzhafte Krämpfe. Bei Bauchkrämpfen können sehr oft die Bewegungen im Darm (Darmperistaltik) gestört sein, deren Aufgabe das Verdauen und transportieren der Nahrung ist.

Verantwortlich sind die Ring- und Längsmuskeln. Diese ziehen sich abwechselnd und in Wellen zusammen, mischen den Brei von Nahrung durch und transportieren den Brei weiter. Sobald in der natürlichen Verdauung eine Störung vorliegt, wirkt sich dies auf die Darmperistaltik aus.

Sehr starke Schmerzen entstehen, wenn sich in den Hohlorganen im Bauchraum die Muskulatur krampfhaft zusammenzieht und abrupt wieder nachlässt. Dann kann von Koliken gesprochen werden, deren Auslöser beispielsweise Gallensteine sein können.

Bauchkrämpfe sind keine Krankheit für sich

Bauchkrämpfe sind keine eigene Krankheit und die Ursachen können recht vielfältig sein. Harmlose Bauchkrämpfe verschwinden nach kurzer Zeit von ganz allein. So können viel Stress, üppige Mahlzeiten oder eine Lebensmittelunverträglichkeit Bauchkrämpfe auslösen. Ebenso falsche Ernährung, fettes und hastiges Essen. Als Begleiterscheinungen von Magen-Darm-Infekten, Verstopfung oder eines Reizdarmsyndroms. Begleitet werden Bauchkrämpfe nicht selten von folgenden Beschwerden:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Fieber

Vorübergehende Bauchkrämpfe

Bauchkrämpfe sind oft nur vorübergehend und sind nach kurzer Zeit von alleine abgeklungen. Bestehen die Krämpfe einen längeren Zeitraum, kann eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Die Ursache sollte dann von einem Arzt abgeklärt werden, damit dieser eine anschließende Behandlung einleitet.

Zahlreiche Erkrankungen werden oft von Bauchkrämpfen begleitet, die tatsächlichen Ursachen sehr vielfältig und nicht immer eindeutig. Häufig sind Bauchkrämpfe relativ harmlos. Falsche Essgewohnheiten, Fettes und Hastiges essen bringen die Verdauung durcheinander und die Folge ist eine Magenverstimmung mit Bauchkrämpfen, die sich allerdings schnell wieder auflösen. Ebenso kann viel Kaffee auf nüchternen Magen eine Ursache der Krämpfe sein.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Intoleranzen), Allergien gegen Nahrungsmittel oder Lebensmittelvergiftungen kommen als Ursache ebenso in Betracht.

Mögliche unverträgliche Nahrungsmittel als Ursache bei Bauchkrämpfen:

  • Laktoseintoleranz
  • Fruktose Intoleranz
  • Gluten Unverträglichkeit
  • Sorbitol Intoleranz
  • Histamin Intoleranz

Psychische Belastungen, Stress oder hoher Leistungsdruck können diese Beschwerden auslösen. Bei Frauen während der Periode oder während der Schwangerschaft.

Weitere Ursachen sind:

  • Reizdarmsyndrom
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Magen-Darm-Infektionen

Ernsthafte Erkrankungen, die Bauchkrämpfe verursachen:

  • Entzündung der Blase
  • Blinddarmentzündung
  • Chronische Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)
  • Geschwür im Zwölffingerdarm oder Magengeschwür
  • Infektionen durch Bandwürmer
  • Gallensteine
  • Nierensteine
  • Endometriose
  • Tumore

Das Symptom Bauchkrämpfe tritt bei vielen weiteren Erkrankungen auf.

Die Muskulatur der Verdauungsorgane zieht sich krampfartig zusammen. Dies geschieht meistens ohne Vorwarnung und nimmt an Intensität zu und die Bauchdecke spannt sich unangenehm an. Bauchkrämpfe, die immer wieder in einem Auf uns ab auftreten, werden als Koliken bezeichnet.

Weitere Symptome bei Bauchkrämpfe:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Fieber

Bauchkrämpfe – was dagegen unternehmen?

Wie Bauchkrämpfe vorbeugen

Harmlose Bauchkrämpfe müssen nicht behandelt werden. Mit Bettruhe und Vermeidung von Stress lösen sich die Krämpfe oft von selbst wieder auf. Stress kann übrigens sehr oft Bauchkrämpfe auslösen.

Folgendes ist wirkungsvoll gegen Bauchkrämpfe

  • Wärme: Eine Wärmflasche oder Wärmekissen.
  • Tee: Bei Bauchkrämpfen unterstützt Tee die Behandlung.
  • Viel Trinken: Am Tag mindestens ein bis zwei Liter Flüssigkeit trinken.
  • Ernährung: Mit gesunder und bewusster wird der Magen-Darm-Trakt geschont. Das bedeutet: kein fettes Essen und alles, was nicht gut vertragen wird.
  • Alkohol und Nikotin: Den Konsum an Kaffee einstellen und das Rauchen bei Bauchkrämpfen einschränken oder ganz unterlassen.
  • Allergien und Unverträglichkeiten bei bestimmten Lebensmitteln: Auf unverträgliche Stoffe, wie Laktose, verzichten und eventuell auf Laktose freie Produkte umsteigen.

Krampflösende Mittel

Wurden die Bauchkrämpfe durch eine bestimmte Krankheit ausgelöst, wird darauf die Behandlung bestimmt. Eine Therapie mit Medikamenten ist oft zur Linderung der Beschwerden hilfreich. Linderung verschaffen oft krampflösende Mittel, zum Beispiel Spasmolytika die gezielt gegen Muskulatur Krämpfe des Magen-Darm-Trakts angeht. Ist die Ursache eine chronische Verstopfung, wird der Arzt abführende Mittel verschreiben. Bakterien, die im Magen-Darm-Trakt Infektionen hervorgerufen haben, werden meistens mit Antibiotika behandelt.

Zur Beachtung: Medikamente sollten stets nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden!

Sind Tumore oder Gallensteine die Ursache für Bauchkrämpfe, muss oft eine Operation vorgenommen werden.

Wie Bauchkrämpfe vorbeugen?

Bauchkrämpfe können mit gesunder Ernährung vorgebeugt oder vermieden werden:

  • Fetthaltige Speisen vermeiden.
  • In Ruhe und langsam essen.
  • Viel frisches Obst und Gemüse.
  • Blähende Lebensmittel vermeiden, wie Bohnen und Kohlsorten.
  • Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder Tee täglich trinken.
  • Alkohol in geringen Mengen oder gänzlich darauf verzichtet.
  • Das Rauchen einstellen.
  • Den Koffeinkonsum einschränken.

Bauchkrämpfe vorbeugen– mit Wärme, Tee und Sport

Verdauungsstörungen und Bauchkrämpfe können mit ausreichender Bewegung vorgebeugt oder vermieden werden. Denn durch Bewegung wird die Darmperistaltik angeregt. Zu empfehlen sind mindestens 30 Minuten jeden Tag.

12 Tipps zur Linderung von Bauchschmerzen

1: Wärmflasche

Eine heiße Wärmflasche schwächt Bauchschmerzen ab und sorgt für Entspannung. Das warme Wasser hemmt die Schmerzrezeptoren und Schmerzen werden deutlich weniger wahrgenommen. Zudem fördert Wärme im Gewebe die Durchblutung. Es entsteht eine bessere Durchblutung, die Muskulatur entkrampft und entspannt sich wieder.

Anstatt einer Wärmflasche kannst Du ebenso ein Kirschkernkissen verwenden, dieses kannst Du in der Mikrowelle oder Backofen erwärmen.

2: Bauchwickel

Ein warmer Bauchwickel kann ebenso helfen, Bauchbeschwerden zu lindern. Für den klassischen Bauchwickel werden drei verschiedene Tücher benötigt:
– Ein Leinentuch in heißes Wasser tunken, auswringen und auf den Bauch auflegen.
– Ein Baumwolltuch folgt als Zwischenlage.
– Ein Wolltuch, das den Bauchwickel äußerlich abschließt.

Den Wickel mindestens 30 Minuten einwirken lassen.

3: Tees die den Magen beruhigen

Die Inhaltsstoffe in verschiedenen Teesorten bewirken, dass sich der Magen beruhigt. Dazu gehören:

  • Fencheltee
  • Kamillentee
  • Salbeitee
  • Kamille

Mit Kamille wird die Magenschleimhaut beruhigt. Fenchel wirkt krampflösend und Salbei antibakteriell. Bei Magenbeschwerden sind ebenfalls Pfefferminztee und Melissen Tee empfehlenswert. Ein spezieller Magen Tee aus der Apotheke oder Drogerie kann ebenso verwendet werden.

Tipp: Kardamom beruhigt ebenfalls den Magen. Dafür einfach eine Prise vom Gewürz in den Tee geben.

4: Sport

Durch sportliche Aktivität wird die Muskulatur besser durchblutet, die Verkrampfungen lösen und die Muskulatur entspannt sich. Gut geeignet sind sanfte Arten an Bewegung, wie Gymnastik, Pilates oder Yoga. Weiterhin ist maßvolles Schwimmen oder Joggen empfehlenswert.

5: Fersensitz

Mit spezieller Gymnastik können Schmerzen bei Bauchbeschwerden gelindert werden.

Ausführung: Auf die Fersen setzen und beide Arme weit über den Kopf strecken. Die Handflächen sollten sich dabei berühren. Anschließend den Po anspannen und den Oberkörper mit den Armen nach oben ziehen. Dabei bleibt das Sitzen auf den Fersen bestehen. Diese Spannung eine Minute aufrechterhalten und anschließend kurz entspannen.

6: Kein Kaffee, Zigaretten oder Alkohol

Sind bereits Bauchschmerzen vorhanden, sollte der Genuss von Zigaretten, Kaffee oder Alkohol vermieden werden, denn diese reizen den Magen zusätzlich und verschlimmern die Schmerzen. Bei akuten Bauchschmerzen daher Genussstoffe verzichten.

Bestimmte Schmerzmittel können den Magen ebenfalls reizen. Daher vor der Einnahme solch Medikamente den Arzt befragen und Rücksprache halten über mögliche Nebenwirkungen.

7: Die richtige Ernährung

Bei Bauchproblemen sollte besonders auf die Ernährung geachtet werden, um den der Magen-Darm-Trakt nicht unnötig zu belasten. Wichtig, das meiden von fetten und schweren Speisen und dafür auf leicht verdauliche Lebensmittel umzusteigen. Die Verdauung wird durch leichte Speisen nicht belastet.

Zu den leichten und verdaulichen Speisen gehören:

  • Zwieback
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Möhren
  • Bananen – in Maßen, denn ein zu viel kann zu Verstopfungen führen
  • Äpfel
  • Birnen

Auf Fleisch oder Fisch muss nicht verzichtet werden, allerdings leicht verdauliches, so wie:

  • Kalb
  • Geflügel
  • Forelle

8: Heiße Bäder

Bei Bauchschmerzen lindert ein heißes Vollbad die Schmerzen und wirkt auf die Bauchmuskulatur entspannend. Scharfgarbe und Lavendel eignen sich als Badezusätze besonders gut.

Ausführung:
Lavendel Bad: In einen Topf eine Handvoll Lavendel geben, zwei Liter Wasser zugießen und aufkochen. Nach dem Aufkochen den Sud 15 Minuten ziehen lassen und anschließend die Lavendelessenz zum Badewasser geben.

Bad mit Scharfgarbe: In eine Schüssel 100 Gramm Scharfgarbenkraut geben, einen halben Liter Wasser aufkochen und das Kraut sofort damit überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und dann dem Badewasser beigeben.

9: Einfach mal abschalten

Ein hektischer oder stressiger Alltag kann sehr oft Bauchbeschwerden hervorrufen. Wenn Du an Bauchbeschwerden leidest, versuche den Stress zu vermeiden und bewusst abzuschalten. Nach der Arbeit solltest Du Dir eine Pause gönnen und einfach mal ausruhen. Unternehme Dinge, auf die Du wirklich Lust hast, Dich entspannen und den Stress vergessen lässt.

Achte ebenso darauf, regelmäßig, in Ruhe und langsam Deine Mahlzeiten zu essen. Denn hastiges Herunterschlingen führt oft zu Bauchbeschwerden. Wie Blähungen und Völlegefühl.

10: Massage für den Bauch

Akute Bauchbeschwerden können durch eine sanfte Massage auf dem Bauch die Beschwerden lindern. Für eine Bauchmassage eignen sich besonders Öle aus Thymian, Johanniskern oder Lavendel.

Ausführung: Eine Bauchmassage wird mit der flachen Hand vorgenommen. Dabei werden kreisende Bewegungen um dem Bauchnabel herum ausgeführt. Wichtig: Die Bewegungen immer im Uhrzeigersinn durchführen.

Zur Beachtung: Führe die Massage nicht aus, wenn diese für Dich unangenehm wird.

11: Eingerolltes Blatt

Mit dieser Übung können Bauchbeschwerden ebenso gelindert werden. Als Ausgangspunkt kommt erneut der Fersensitz zum Einsatz:

Ausführung: Der Oberkörper wird nach vorne gebeugt und die Stirn auf den Boden abgelegt. Die Arme nun weit nach vorne strecken und bis zur völligen Entspannung diese Position beibehalten.

12: Kamillenkompresse

Eine gute Alternative zu Bauchwickel sind Kompressen mit Kamille.
Ausführung: In eine Schüssel drei Esslöffel Kamillenblüten geben. Einen Liter zum Kochen bringen und über die Kamille gießen. 10 Minuten ziehen lassen und anschließend das Wasser durch ein Sieb abseihen. In dem warmen Kamillenwasser ein Baumwolltuch tränken, auswringen, auf angenehme Temperatur abklingen lassen und auf den Bauch legen.

Sonstiges gegen Bauchkrämpfe

1. Schulmedizin

Bauchkrämpfe benötigen in einigen Fällen keine besondere Therapie, da diese meistens harmlos sind. Steht dennoch eine Behandlung mit Medikamenten an, so wird diese stets auf die auslösende Erkrankung ausgelegt. Gerade bei lang andauernden, starken oder Kolik artigen Krämpfen muss die Ursache der Beschwerden unbedingt erkundet werden. Eine schlichte Verstopfung ist bereits mit abführenden Maßnahmen zu lösen, bei einer ernsthaften Darminfektion könnten wiederum Antibiotika verordnet werden. Sind Nieren- oder Gallensteine oder ein Tumor im Darm die Ursache für Bauchkrämpfe, ist eine Operation sehr oft die einzige Methode zur Behandlung.

Außer einer Therapie der ursächlichen Entstehung von Bauchkrämpfen müssen „symptomatische“ Behandlungsmaßnahmen vorgenommen werden. Die Ursache wird allerdings nicht bekämpft, dafür werden die damit einhergehenden Beschwerden gelindert. Eingesetzt werden bei starken Bauchkrämpfen sehr häufig krampflösende Mittel eingesetzt, wie Spasmolytika oder Butylscopolamin. Nebenher für die Darmmuskulatur entspannende Medikamente, um die Schmerzen zu lindern.

2. Hausmittel

Einige Hausmittel können unangenehme Bauchkrämpfe bereits in kurzer Zeit beseitigen. Dazu gehören Entspannung, ein wenig Ruhe und Tee. Als Tee eignen sich sehr gut Pfefferminze, Kamille oder Fenchel, diese wirken sehr schnell und die Schmerzen lassen bereits nach kurzer Zeit nach. Ein wohltuendes heißes Bad oder eine Wärmflasche helfen den Darm, sich zu entkrampfen und die Schmerzen zu lindern.

Wenn Fieber und Durchfall die Krämpfe begleiten, können mit Wadenwickel gegen die erhöhte Temperatur angegangen werden. Daneben mit Tee, Cola und Salzstangen in der Zeit eine leichte Diät einhalten. Sind die Beschwerden nach dieser Haustherapie nach drei Tagen nicht verschwunden, solltest Du einen Arzt aufsuchen.

3. Alternative Medizin

Alternative Medizin gegen BauchkrämpfeWer bei Bauchkrämpfen keine chemischen Medikamente nehmen möchte, kann ohne weiteres auf homöopathische Mittel setzen. Hierbei wird die Verdauung durch Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten oder ätherische Öle, angeregt und die Produktion von Verdauungssäften stimuliert. Besonders nach dem Verzehr von fettem und schwerem Essen ist die Einnahme von homöopathischen Mitteln zur Vorbeugung ratsam. Die Pflanzen verstärken im Verdauungstrakt die Tätigkeit der Muskeln, was eine Entleerung von Magen und Darm beschleunigt. Übelkeit und belastendes Völlegefühl nach dem Essen werden dadurch vertrieben.

Ebenso können die Öle und Bitterstoffe aus den Pflanzen psychosomatische Bauchschmerzen lindern.

Was bedeutet psychosomatische Bauchschmerzen? Hierbei befindet sich die Ursache in der Psyche und der Körper zeigt dieses als Krankheitssymptom.

Eine gereizte Schleimhaut kann ebenfalls Bauchkrämpfe hervorrufen und Pflanzen mit Schleimstoffen eignen sich als Behandlung sehr gut. Der angegriffene Darm wird von den Schleimstoffen mit einer schützenden Schleimschicht umgeben und somit vor der Wirkung diverser Verdauungssäuren bewahrt.

Akupunktur ist mittlerweile weit verbreitet und viele Menschen setzen auf diese heilende Kraft. Hierbei werden feine Nadeln an den sogenannten „Akupunkturpunkten“ des Körpers gesetzt, durch die nach chinesischer Philosophie die Lebensenergie fließt. Diese Therapie wird grundsätzlich von einem Fachmann durchgeführt, da dieser die Punkte genau kennt und Verletzungen ausgeschlossen sind.

Akupressur kann bei Bauchschmerzen ebenso sehr hilfreich sein. Dazu kreist Du mit der Fingerkuppe eine Minute auf dem Punkt „Magen 25„, dieser befindet sich auf der rechten Seite etwa zwei daumenbreit neben dem Bauchnabel.

4. Chinesische Medizin

Die chinesische Medizin und deren Methoden zur Behandlung werden bei unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen immer häufiger angewendet. Sogar bei Bauchkrämpfen trägt die asiatische Heilkunst zur Linderung der Beschwerden bei. Bei der traditionellen chinesischen Medizin unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Disharmonien bei Bauchschmerzen:

1. Einen Energiemangel der Milz
2. Einen Energiemangel der Niere
3. Gestaute Energie der Leber

Ein Stillstand der Leberenergie spielt bei einer möglichen anderen Verdachtsdiagnose eine große Rolle und führt oft auf einen Zusammenhang zwischen Körperfunktionen und Organen zurück. Durch die Leber werden das Absondern von Gallenflüssigkeit, der Verdauung, das emotionale Gleichgewicht und die Menstruation reguliert. Wir die fließende Leberenergie blockiert, kommt es häufig zu Problemen mit der Verdauung, Beschwerden während der Menstruation und emotionalem Ungleichgewicht. Als Folge kann ein Mangel an Milzenergie oder gegenläufiger Magenenergie kommen, begleitet mit Übelkeit und Erbrechen.

Damit den Verdauungsbeschwerden entgegengewirkt werden kann, sind laut chinesischer Medizin ein emotionales Gleichgewicht und innere Ruhe wichtig. Blockaden können durch Tai Chi oder QiGong gelöst und Lebensenergie wieder zum Fließen gebracht werden. Das Essverhalten und Innenreflexionen sind bei der Therapie wichtige Bestandteile. Mit ausreichendem Schlaf kann Erschöpfung vermieden werden. Die chinesische Heilkunst zielt darauf hin, den Spaß, die Gelassenheit und Bewegung in der Natur in das alltägliche Leben einzubringen. Damit wird der Leberenergie zur Vitalität und Leichtigkeit verholfen.

5. Heilmittel auf natürliche Weise

Die gute alte Wärmeflasche ist kaum zu ersetzen. Durch die Wärme werden die Schmerzrezeptoren gehemmt und die Schmerzen etwas weniger stark wahrgenommen. Die Wärme bringt Entspannung mit rascher Linderung und der Körper wird angenehm gewärmt.

Der Bauchwickel ist seit Generationen bewährt und hinterlässt eine entspannte und wohltuende Wirkung. Dafür ein heißes Leinentuch auf den Bauch legen, mit einem Baumwolltuch überdecken und als letztes mit einem Wolltuch abdecken. Dann die Wärme gute 30 Minuten einwirken lassen.

Tee hilft sehr oft bei Bauchschmerzen und lindert die Beschwerden. Dafür ist ein Aufguss mit Kamille, Fenchel oder Salbei gut geeignet. Fenchel kann sogar kleinen Kindern gegen Bauchschmerzen und Blähungen verabreicht werden.

Pilates und Yoga entkrampfen mit sanften Bewegungen ebenfalls die Bauchmuskulatur und lassen nebenher den Körper zur Ruhe kommen.

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