Was hilft gegen Blasen?

Was hilft gegen Blasen? Unterschiede, Hausmittel und Tipps

Was hilft gegen Blasen? Hausmittel und Tipps

Blasen sind im Allgemeinen nicht außergewöhnlich und treten des Öfteren auf. Bei einer Erkältung oder Fieber können Blasen häufig als Begleiterscheinung auftreten. Weit verbreitet sind Blasen mit leichter Erhöhung, in denen sich Flüssigkeit angesammelt hat. Sehr oft entstehen ebenso durch Reibung Hautblasen Händen und Füßen

Unterschieden wird zwischen Hautblasen, Blutblasen und Fieberbläschen

Fieberbläschen entstehen durch Herpesviren und bilden sich meistens um den Bereich von Kinn, Wangen, Nase oder Mund herum. Hauptsächlich Kinder sind sehr oft im Mund- und Rachenraum von Herpes betroffen.

Hautblasen entstehen durch ständige Hautreizung an Händen oder Füßen. An den  Füßen ist häufig zu enges oder festes Schuhwerk die Ursache der Blasen. An Händen und Füßen entstehen diese oft durch ungewohnte Tätigkeiten, zum Beispiel bei der Arbeit, beim Sport, einer Verbrennung, Erfrierung oder Verätzung.

Blutblasen entstehen infolge von Quetschungen oder Stauchungen. Durch diese Verletzung sammelt sich zwischen den Hautschichten Blut und bildet die Blutblasen

Selbsthilfe und Hausmittel

Zur Vermeidung einer Infektion sollten Blasen niemals aufgestochen werden, denn durch die unverletzte Haut wird das Eindringen von Keimen verhindert. Um den Druck auf der Blase zu entlasten, ist ein gepolstertes Pflaster ausreichend. Idealerweise spezielle Blasenpflaster, denn diese fördern die Heilung.

Bei kleinen Verbrühungen oder Verbrennungen kann die Entstehung von Blasen verhindert werden, indem die verletzte Stelle sofort unter oder in kaltes Wasser getaucht wird. 

Selbsthilfe bei Blasen an den Füßen

Eine geschlossene Blase keinesfalls aufstechen, da sich die Wunde ansonsten durch eindringende Keime infizieren kann. Mit einem Pflaster kann die Blase vor Schmutz und einer weiteren Reibung durch Socken oder Schuhe geschützt werden. Spezielle Gel Pflaster sorgen im Wundbereich für Feuchtigkeit und die Blase kann schneller abheilen. Das Blasenpflaster sollte bis zur Selbstablösung auf der verletzten Haut verbleiben, selbst nach dem Duschen.

Platzt dennoch die Blase auf, ist die Wunde sofort zu desinfizieren und anschließend mit einem Blasenpflaster zu verschließen. Diese Pflaster können ohne verkleben leicht von der nässenden Wunde entfernt werden. In Apotheken sind entsprechende Pflaster und Wunddesinfektionsmittel zu erhalten.

Ein Arzt solltest Du bei einer sehr großen Blase aufsuchen, ebenso wenn diese nicht von selbst verheilt oder eine gelbliche Flüssigkeit austritt. Denn solche Verletzungen entzünden sich sehr leicht.

Des Weiteren ist bei Entzündungen auf einen ausreichenden Tetanusschutz zu achten. Im Zweifel kannst Du Dich bei Deinem Arzt nach der letzten Impfung erkundigen.

Zur Beachtung: Diabetiker sollten selbst bei kleinen Blasen und Verletzungen an den Füßen beim Arzt vorsprechen. Eventuell kann Dich der Arzt sogar auf eine  geeignete Fußpflege hinweisen.

Blasen verhindern durch bequeme Schuhe

Schuhe, die nicht richtig passen oder neu sind verursachen beim Laufen oder Sport schnell Blasen an den Füßen. Hinzu kommt eventuelles Schwitzen der Füße und durch diese Feuchtigkeit entwickeln sich schmerzhafte Blasen viel schneller.

Für Blasen sind wiederholte Reibungen an der gleichen Hautstelle verantwortlich.  Dabei entsteht unter der ersten Hautschicht am Fuß eine kleine Beule, diese füllt sich mit Flüssigkeit und erzeugt häufig Schmerzen. 

Eine Blase kann sich zu den unterschiedlichsten Größen entwickeln. Neben einer Blasenbildung gesellen sich oft Schwellungen, Entzündungen, eine rote, schmerzhafte Haut und Schwierigkeiten beim Gehen dazu.

Blasen am Zeh oder der Ferse sind stets mit Schmerzen verbunden. Dieses kannst Du mit den richtigen und passenden Schuhen verhindern. Welches Schuhwerk es sein mag, mit einer fachlichen Beratung beim Kauf stehst Du auf der sicheren Seite. Wird auf eine Beratung verzichtet, sollten die neuen Schuhe am Abend nochmals anprobiert werden, da die Füße dann etwas größer sind als am Morgen. Die Schuhe müssen sich am Fuß bequem anfühlen und für den großen Zeh sollte ausreichend Platz vorhanden sein. Drückt der Schuh an den Zehen, an Knöcheln oder Fersen, sind Blasen beim Laufen vorprogrammiert. 

Sind die perfekten Schuhe gefunden, müssen diese unbedingt eingelaufen werden. Zusätzlich atmungsaktive Sohlen einlegen und diese sollten genau der Fuß Größe angepasst sein. Zu große Socken vermeiden, denn diese werfen Falten und scheuern auf der Haut. Durch Schwitzen im Schuh tritt eine verstärkte Reibung auf und es bilden sich Blasen.

Eine Reibung an den Füßen kannst Du vermeiden, indem Du auf diesen beim erstmaligen Tragen der Schuhe Vaseline aufträgst. Dünne Seidensocken unter den normalen Socken gezogen, schützen ebenfalls vor Blasen. Des Weiteren das Auftragen von Babypuder an den Füßen.

Hausmittel  

Teebaumö

Teebaumöl gegen Blasen

Teebaumöl besitzt die Eigenschaft, weiches organisches Gewebe zusammenzuziehen und an der geschädigten Haut den Heilungsprozess anzuregen. Zusätzlich wirkt das Öl antibakteriell und verringert somit die Gefahr einer Infektion.

Anwendung: 1 EL Teebaumöl mit 3 EL klarem Wasser mischen. Einen Wattebausch mit der Mischung tränken und auf betroffene Stellen legen. Einwirkzeit mindestens 10 Minuten. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen. Diese Behandlung täglich 2 bis 3 Mal mehrere Tage hintereinander durchführen.   

Bittersalz

Bittersalz hilft, das die Blasenflüssigkeit schneller austrocknet und zu entleeren. Der hohe Magnesiumgehalt in dem Salz lindert außerdem den Schmerz, wirkt abschwellend und verringert Infektionen und Entzündungen.   

Anwendung: In eine große Schüssel warmes Wasser geben und 1 bis 2 Esslöffel Bittersalz darin auflösen. Die Füße 15 Minuten darin einweichen lassen, anschließend trocken tupfen, Kokosöl auftragen und leicht einmassieren. Diese Behandlung über mehrere Tage einmal täglich wiederholen.

Zur Beachtung: Platzt die Blase während des Fußbades auf, ist die Behandlung sofort zu beenden. Denn Bittersalz kann ein Brennen auf der Haut erzeugen. 

Aloe Vera

Aloe Vera gegen Blasen

Mit Aloe Vera wird eine Heilung der Haut beschleunigt und ist daher bei Blasen am Fuß sehr vorteilhaft. Die Pflanze besitzt eine entzündungshemmende Eigenschaft und reduziert dadurch Rötungen und Schwellungen der Haut. Zahlreiche enthaltende Nährstoffe spenden der Haut viel Feuchtigkeit, dadurch wird die Heilung beschleunigt und eine Infektionsgefahr reduziert.

Anwendung: die Blase mit frischem Gel aus der Pflanze betupfen und trocknen lassen. Danach mit warmem Wasser gut abwaschen. Dieses dreimal täglich für 4 Tage anwenden.

Grüne Tee

Grüner Tee enthält viele Vitamine und Antioxidantien und diese lassen Blasen schneller abheilen. Daneben entzündungshemmende Verbindungen und diese reduzieren Hautschwellungen und Schmerzen.

Anwendung: einen Teebeutel grünen Tee in eine Tasse heißes Wasser geben. 5 Minuten ziehen lassen. Den Beutel entfernen, abkühlen lassen und für einige Minuten auf die Blase legen. Diese Behandlung bis 5 Mal täglich 2 Tage anwenden.  Die Wirkung wird mit dem zusätzlichen Trinken von zwei Tassen grüner Tee täglich beschleunigt.

Apfelessig

Im Apfelessig stecken entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften und diese wirken bei Blasen an den Füßen sehr gut. Schmerzen und entzündliche Prozesse werden mit Apfelessig verringert und Infektionen verhindert.

Anwendung: ein Wattebausch wird mit Apfelessig durchtränkt, vorsichtig auf den betroffenen Bereich getupft und dann trocknen lassen. Erzeugt der Essig ein Brennen auf der Haut, dann solltest Du diesen mit Wasser verdünnen. Diese Behandlung zweimal täglich zwei Tage hintereinander anwenden.

Rizinusöl

Mit Rizinusöl wird der Juckreiz reduziert und der Heilungsprozess beschleunigt. Die Blase trocknet durch das dickliche Öl aus und zusätzlich wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Anwendung: Das Rizinusöl wird direkt auf die Blase auftragen und sollte am besten über Nacht einwirken. Diese Behandlung drei Tage hintereinander anwenden.

Alternativ eine halbe Tasse weißen Essig und drei Teelöffel Rizinusöl mischen und mehrmals am Tag auf die Blase aufragen.

Diese einfachen Hausmittel beschleunigen den Heilungsprozess, verringern Entzündungen und lindern Schmerzen. Viele Fußblasen heilen von alleine wieder ab und daher eine medizinische Behandlung nicht unbedingt notwendig.  

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