Was hilft gegen Depressionen?

Was hilft gegen Depressionen? Hilfe und Tipps

Was hilft gegen Depressionen

 

Depression ist als Krankheit anzusehen und sollte unbedingt behandelt werden. Wie Du selbst bei einer depressiven Verstimmung vorgehen kannst und welche Naturheilmittel helfen, erfährst Du hier.

 

Bei Depressionen: Ernährung, Gespräche und Sport

Eine Depression wird oft mit Medikamenten, wie Antidepressiva, psychotherapeutischen Maßnahmen und mit einer ergotherapeutischen Bewegungstherapie behandelt.

Heilmittel aus der Natur

Sport gegen DepressionJe eher Du Dich behandeln lässt, desto kürzer ist der Verlauf Deiner Depression. Bei einer leichten Depression wird Dir eine Sportart helfen, an der Du Spaß hast. Führe Gespräche mit Vertrauenspersonen und nutze Naturheilmittel, wie Extrakte aus Johanniskraut, damit Du wieder Freude am Leben findest. Im Alleingang wirst Du Deine Depression nicht bewältigen, daher sprich mit Freunden oder einem Therapeuten über Deine Sorgen und Ängste. Es wird Dir guttun, Deinen Kummer von der Seele zu reden.

Regelmäßiger Sport hellt Deine Stimmung auf. Das anschließende gute Gefühl entsteht durch das Ausstoßen vom Glückshormon Serotonin und beeinflusst die Laune. Ein Mangel an Serotonin kann sogar zu Depressionen führen.

Lebensmittel

Mit richtiger Ernährung kannst Du einiges erreichen. Zum Beispiel durch Omega-3-Fettsäuren, die Du in Leinöl, Rapsöl und Lachs findest, diese Fettsäuren beugen vor und sind heilend bei Depressionen. Schokolade besitzt eine stimmungsaufhellende Wirkung, denn die Kakaobohne enthält die essenzielle Aminosäure Tryptophan, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die Aminosäure Tryptophan bildet ein Eiweiß und wirkt antidepressiv. Nebenher macht Schokolade glücklich und gilt als Streicheleinheit für die Seele.

Dennoch solltest Du Dich nicht unter Druck setzen und übertrieben Sport treiben oder kiloweise Schokolade essen. Freue Dich über jeden kleinen Schritt in Richtung Erfolg, die Depression zu besiegen. Lege Dir ein Stimmungstagebuch zu, in das Du Deine eigenen Empfindungen und Erfahrungen schreibst. Da kannst Du dann nachschauen, wann und wobei Du Dich gut gefühlt hast.

Tipps zur Selbsthilfe

1. Erkenne Deine Krankheit an

Depression wird als Krankheit bezeichnet und ebenso heilbar wie andere Krankheiten. Stelle Dich der Krankheit und verlange von Dir keine Höchstleistungen, sondern schalte einen Gang herunter.

  • Erkenne an, dass Du jetzt nicht fröhlich sein kannst.
  • Dass Dein Körper jetzt kraftloser wirkt und Du daher körperliche Anstrengungen meidest.
  • Erkenne an, dass Deine Konzentration und Leistung nachgelassen hat, da Dein Gehirn erkrankt und jetzt weniger leistungsfähig ist.

2. Gespräche mit Dir selbst

Gespräche mit Dir selbstPositives wird bei Gesprächen mit Dir selbst nicht herauskommen. Du wirst Dir sicherlich selbst sagen, dass im Moment alles schief geht. Dass Du nutzlos bist oder das Du es nicht verdienst, jemals richtig glücklich zu sein.

Bei einer Depression sind dies typische Sätze und können fatal sein. Es ist ein Unterschied, ob andere Menschen Dich kritisieren oder Du Dich selbst. Diese eigene Kritik zerstört Dir jeglichen Mut für positive Gefühle und Veränderung.

Vielleicht wertest Du Dich selbst ab, obwohl Du gerne anders sein möchtest. Eventuell stärker, selbstbewusster, glücklicher, erfolgreicher oder durchsetzungsfähiger. Worauf Du Dich konzentrierst, wird sich in der Wirkung verstärken. Bei Deiner Selbstverurteilung wirst Du immer finden, was Du verurteilen kannst. Je mehr eigene Abwertung, desto mehr wirst Du für Dich vermeintliche Wertlosigkeit finden.

Mit den positiven Aussagen, dass Du Dich stark, glücklich und rundum wohlfühlst, belügst Du Dich in depressiven Episoden selbst. Andere oder sich zu belügen, führt nicht zum Glücksichsein und Du wirst Dich in Deiner eigenen Haut nicht wohlfühlen.

Akzeptiere Deinen jetzigen Zustand und sage laut zu Dir selbst:

  • Dass Du Fehler gemacht hast wie jeder andere ebenso.
  • Dass Du Dich jetzt schwach und wertlos fühlst.
  • Dass Du Sensible bist und auf andere Kommentare sensibel reagierst.
  • Dass Du Dich nicht selbst motivieren kannst.

Dieses Gefühl solltest Du Dir erlauben, denn ist eine Tatsache. Damit hast Du Deinen eigenen wunden Punkt getroffen und weißt, das Du deshalb nichts weniger wert oder nutzlos bist.

Sage Dir selbst, dass Du dennoch liebenswert bist. Erlaube Dir, etwas unkonzentrierter, langsamer zu sein und weniger produktiv und leistungsstark, wie Andere dies vielleicht erwarten. Sage Dir selbst, dass Du Dein Leben und die Geschwindigkeit selbst bestimmst.

Annahme ist positiv und Gut und dennoch schwer. Kannst Du Dich allerdings in dieser Phase nicht selbst annehmen und lieben, solltest Du Hilfe bei einem Depressionscoach suchen. Dieser kann weitere Methoden zur Selbsthilfe aufzeigen.

3. Rückschläge zulassen

Eine Depression sagt Deinem Körper, dass Du Dich wieder liebevoll um Dich selbst kümmern solltest. Dass Du Deinen Blick auf Selbsthilfe legst und nicht nur in Deinem Umfeld, der Familie oder Deinem Job zu funktionieren hast. Bei diesem Signal solltest Du Dich fragen, was Du vom Leben erwartest.

Fange an, Deinen Körper wieder zu fühlen, beobachte Deine Gedanken und erkenne, dass Du gerne wieder anders leben möchtest.

Trotz aller Bemühungen wird es zu Rückschlägen kommen. Doch was löst diese Rückschläge aus? Warum Dich diese Auslöser herunterziehen und was Du unternehmen solltest, damit Du Dich wieder besser fühlst.

Perfektion solltest Du von Dir nicht erwarten. Ebenso wenig so viel Stärke und Selbstbewusstsein, dass Dich nichts mehr herunterzieht oder einfach nur Zufriedenheit und Glücksichsein.

Im Leben geht es stets auf und ab. Das Ziel, bestimmten Menschen stets zu gefallen und immer glücklich zu sein, ist zum Scheitern verurteilt. Erlaube Dir Deine Rückschläge.

4. Blicke in Deinen Körper und höre nicht auf Deinen Verstand

Im Tief einer Depression schlagen Gefühle schnell um. Du fühlst Du plötzlich schlecht, die Welt zeigt sich grau, Du bist im Innersten unruhig und weißt nicht, warum oder wie Du Dich wieder besser fühlen kannst.

Versuche folgendes:

  • Atme tief in dieses Gefühl hinein. Lass Deine Atemluft ungehindert durch Deinen Körper und zum depressiven Gefühl strömen.
  • Atme wieder tief aus, um etwas von dem Schmerz und der inneren Anspannung loszulassen.

Dieses Atmen solltest Du mehrmals wiederholen, bis es Dir etwas besser geht. Sei nicht ungeduldig, wenn es mehrere Minuten andauert. Besser ein paar Minuten bewusstes Leiden, anstatt Stunden erdrückender, innerer Leere.

Wahrnehmung des Körpers

Der Körper fühlt. Alles, was Du fühlst, nimmst Du körperlich wahr. Wie den Kloß im Hals, Unruhe in den Gelenken, stechende Brustschmerzen oder das Bauchkribbeln.
In Deinen depressiven Episoden ist wenig hilfreich, sich darüber aufzuregen oder Lösungen zu suchen. Denn Du bist im Kopf, Verstand und Deinen Gedanken gefangen. In Deinem Körper steckt das eigentliche Gefühl und deshalb solltest Du den Fokus dort hinein lenken.

Bei Depression ist Selbsthilfe nicht immer wirksam. Einen Schritt-für-Schritt-Plan gibt es nicht. Oft sind es bestimmte Methoden, die Dir helfen, dennoch werden es wiederum Tage geben, an denen nichts klappt. Erlaube Dir diese Tage und verzweifle nicht. Akzeptiere die momentane Leistungsunfähigkeit. Sobald Du Dich wieder besser fühlst, werden die Freude am Leben und der Antrieb zurückkehren.

Depressionen überwinden

Die folgende Liste zeigt Dir Tipps, wie Du Depressionen überwinden kannst. Vergleiche diese Liste mit dem Artikel über Selbsthilfe. Dort wurde einiges erklärt, was die Umsetzung der folgenden Tipps verhindern kann.

1. Bewusste Ernährung

Mit jeder Ernährungsweise kann sich der Mensch falsch ernähren. Sei es normal, vegetarisch oder vegan. Bei der Ernährung handelt es sich stets um die Nährstoffe und nicht die Menge. Zum seelischen und körperlichen Wohlgefühl sollte Scharfes und Weizenprodukte nicht auf Deinem Speiseplan stehen. Natürlich sollst Du essen, was Dir schmeckt. Vielleicht überraschst Du Dich selbst einmal zur Belohnung mit einem kulinarischen Essen. Lass Dir beim Essen zubereiten Zeit, koche frisch und erhalte dadurch wichtige Nährstoffe. Lass das Essen für die Mikrowelle zur Nebensache werden, denn Essen aus der Mikrowelle zerstört wichtige Mikronährstoffe.

2. Regelmäßiger Sport

Regelmäßiger Sport wird sich langfristig auf Dein Wohlbefinden positiv auswirken. Du benötigst manchmal Druck, um Dich zu motivieren? Dann melde Dich in einem Fitnessstudio oder Sportverein an. Denn dort wird es auffallen, wenn Du einmal nicht erscheinst.

Verpflichte Dich selbst für das, was Dir Spaß macht. Gehe der Sportart nach, die Dir schon immer gefallen hat, von der Du stets überzeugt warst, Du kannst das nicht. Nehme dies jetzt in Angriff, verlieren kannst Du nichts, dafür Positives gewinnen.

3. Körpersprache beobachten

Trampelnde Schritte, hängende Schultern und ein nach unten gerichteter Kopf zeigen, es geht Dir nicht gut. Im Gegenteil, das negative Gefühl wird weiter verstärkt, denn zwischen Gehirn und Körper besteht eine Wechselwirkung. Du solltest Dir daher einen entspannten und aufrechten Gang angewöhnen. Also, Kopf hoch, Schultern zurück und Bauch rein.

4. Ehrlichkeit

Sicherlich kommt manchmal das Gefühl in Dir hoch, das Du Dich für das, was Du gemacht hast, schämen solltest. Weil Du eventuell Fehler gemacht hast oder unproduktiv warst. Schwäche gezeigt, verletzt oder sensibel reagiert hast. Sei zu Deinen Gedanken ehrlich und stehe zu Deinen Gefühlen. Viele Menschen werden Dir das hoch anrechnen. Du selbst wirst Dich damit besser in Deiner Haut fühlen. Stelle Dich also unangenehmen Dingen, sei es nur ein unangenehmes Gespräch.

5. Erkenne eigene Verantwortung zum Wohlbefinden und Deiner Gesundheit

Psychologen und Ärzte öffnen Dir Türen, hindurchgehen musst Du allerdings selbst. Dein Partner oder Deine Partnerin müssen nicht ständig dafür sorgen, damit es Dir gut geht. Du solltest Dich ebenfalls um diesen sorgen und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Andere Menschen müssen ebenfalls eigene Kämpfe ausfechten. Dein Partner, Chef oder Deine Eltern sind nicht für Deine Gefühle verantwortlich. Du musst selbst Verantwortung übernehmen, also akzeptieren und wenn notwendig, etwas ändern.

6. Medikamente

Medikamente solltest Du nicht unbedingt ablehnen. Probiere einfach aus, was Dir hilft, Dein Wohlbefinden zu steigern. Zum Beispiel Antidepressiva, Bachblüten, Johanniskraut oder Schüssler Salze. Erkenne allerdings an, dass kein Medikament Deine Depression langfristig besiegt. Nutze daher die neue Energie durch das gewonnene Wohlbefinden, um die seelischen Ursachen Deiner Depression zu bearbeiten.

7. Soziale Kontakte

Manche Menschen verkriechen sich in der depressiven Phase zu Hause, gehen kaum oder gar nicht unter Menschen und der Arbeitstag wird hinter sich gebracht. Es kommt die Angst auf, Schwäche zu zeigen oder das Andere die negative Laune als Belastung empfinden. Diese Angst solltest Du zulassen, nur nicht unbedingt glauben, denn die Angst zeigt Dir einen falschen Weg. Mische Dich einfach ab und zu unter Menschen, ohne dass Du etwas erwartest und Du bist nicht alleine. Manchmal ist es weniger schlimm, als Du eventuell befürchtest.

8. Ablenkungen und Süchte bekämpfen

Alkohol, Rauchen und andere Drogen solltest Du, wenn möglich meiden. Manchmal vielleicht, jedoch nicht regelmäßig. Schalte den Fernseher öfter einfach ab, nutze nicht den ganzen Dein Handy, reduziere Computerspiele, Glücksspiele, ebenso Pornos und Selbstbefriedigung. Diese Dinge versüßen wohl Dein Leben, instinktiv fühlst Du Dich für einen Moment besser, dafür verbaust Du Dir jede Chance auf reine Freude am Leben und Gesundheit für Deine Seele. Sobald Dich negative Gedanken überfallen, solltest Du Deine Gefühle beachten, diese zulassen und Dich nicht davon ablenken. Denn sogar unangenehme Gefühle sollte Dein Körper fühlen.

9. Tägliche Entspannung

Entspannen heißt nicht unbedingt reine Entspannungstechnik, obwohl dies die beste Variante sein kann. Entspannen bedeutet, von den Dingen Abstand nehmen, die Deine Energie verbrauchen. Das bedeutet, kein Fernseher, Computer, Handy, Musik oder das erfüllen von Aufgaben. Sei einfach nur da und horche in diese Stille. Sicherlich hast Du das bisher vermieden, weil es ein für Dich ungutes Gefühl ist. Erlaube Deinen Gefühlen und Gedanken an die Oberfläche zu steigen und fühle einfach. Mit den genannten Ablenkungen hast Du sie stets verdrängt, dadurch wurden sie stärker und für Dich schwieriger, wieder glücklich zu werden und Dich von Deinen Depressionen zu befreien.

Depressionen zeigen sich schleichend, also sei geduldig und lasse ihnen Zeit, zu gehen.

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