Was hilft gegen Fieber?

Was hilft gegen Fieber? Ursachen, Hausmittel und Tipps

Was hilft gegen FieberVon Fieber kann gesprochen werden, sobald das Thermometer eine Körpertemperatur ab 38 Grad anzeigt. Diese körperliche Allgemeinreaktion kann viele Ursachen beinhalten, zum Beispiel eine Autoimmunerkrankung oder Infektion. Fieber kann gefährlich werden, hauptsächlich älteren Menschen und Kleinkindern. Fieber ist eine normale Körperreaktion, denn die hohe Temperatur tötet Krankheitserreger ab und vermeidet eine Vermehrung. Eine mäßige Erhöhung der Temperatur ist noch nicht besorgniserregend, solange diese unter 39 Grad bleibt. Du kannst also dementsprechend entscheiden, ob Du jetzt schon gegen das Fieber vorgehst. Ansonsten gönne Deinem Körper viel Schlaf, Ruhe und Flüssigkeit und die Chance sich selbst zu heilen.

Höhere Temperaturen

Steigt bei Erwachsenen die Temperatur über 39 Grad oder es kommen starke Beschwerden hinzu, solltest Du das Fieber mit den richtigen Hausmitteln senken. Diese kannst Du zu Hause anwenden und zu Medikamenten oft eine gute Alternative, dabei kann der Körper eine eigene Abwehrstrategie nutzen. Sinkt das Fieber nicht innerhalb von 48 Stunden oder steigt sogar an, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Bei Kindern gilt Fieber ab 39,5 Grad, die Ausnahme, wenn Kinder zu Fieberkrämpfen neigen, dann ist unverzüglich der Arzt auszusuchen.

Folgend bewährte Hausmittel bei Fieber:

Ursachen

Unterschiedliche Ursachen können Fieber. Eine erhöhte Körpertemperatur ist nicht immer eine Infektionserkrankung.
Möglich sind:

  • Fieber durch unklare Ursache: Dabei ist die Ursache vom Fieber nicht bekannt. Es liegt kein Infekt vor und andere Auslöser sind nicht erkennbar.
  • postoperatives Fieber: Ein chirurgischer Eingriff hat das Fieber verursacht. Das kann auf eine Infektion oder Gewebsschädigung hindeuten und tritt recht häufig auf.
  • Medikamentenfieber: Durch das Einnehmen von Medikamenten kann eine Nebenwirkung aufkommen, die eine Temperaturerhöhung nach sich zieht.
  • Transfusionsfieber: Nach einer Bluttransfusion kann es zu Fieber kommen. Der Körper reagiert auf einige Eiweiß- und Zellbestandteile aus dem gespendeten Blut und es kommt zu einer Abwehr.
  • Tumorfieber: Fieber kann durch Tumorerkrankungen und dadurch absterbendes Gewebe ausgelöst werden.

Fieber – Hitzeschutz

Leidet Dein Körper unter einer Infektion, zum Beispiel eine Erkältung, arbeitet das Immunsystem und wehrt sich gegen Erreger. Das Fieber ist dabei ein Schutz und hat einige Vorteile:

  • Die Durchblutung steigert sich
  • Die Vermehrung von Viren und Bakterien wird gehemmt.
  • Einige Stoffwechselvorgänge beschleunigen sich

Diese Faktoren beschleunigen die Abwehr und das Fieber solltest Du deshalb nicht direkt mit Medikamenten angehen. Dies allerdings nur, wenn es kein Fieber durch einen Infekt ist und erhöhte Körpertemperatur durch einen grippalen Infekt ausgelöst wurde. Für die Fieberschübe allerdings nicht als einzige Ursache anzusehen.

Wann wird von Fieber gesprochen?

Das Ergebnis beim Messen der Körpertemperatur ganz unterschiedlich ausfallen und ist ganz normal. Es kommt darauf an, wie gemessen wird, zum Beispiel oral.

Das Schwanken der Temperatur hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie:

  • Scharfes Essen: scharfe Gewürze können von innen heraus erwärmen.
  • Außentemperatur: Kühle Außentemperaturen oder der Aufenthalt im kalten Wasser zeigt sich die Körpertemperatur anders, als beispielsweise nach der Sauna.
  • körperliche Anstrengung: Dabei steigt zuerst die Körpertemperatur und durch Schwitzen kühlt sich der Körper wieder ab.
  • Erregung: Menschen können vor Wut kochen oder Nervosität erzeugt Schwitzen. Bei einer Erregung, unerheblich welcher Art, erhöht sich der Herzschlag, die Durchblutung wird gefördert und die Körpertemperatur steigt an.
  • Hormone: Die Temperatur der Frauen ist nach einem Eisprung etwas höher als davor. In der Menopause sind Hitzewallungen nicht selten und damit verbunden plötzliche höhere Körpertemperaturen.
  • Psyche: Bei Stress, Problemen, Konflikte am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft kann die Körpertemperatur in Fieber ausarten. Diese Schwankungen sind häufig die Ursache der momentanen psychischen Belastung.

Wo Fieber messen?

Verschiedene Körperteile – unterschiedliche Wärme. So sind Extremitäten kühler, als die Temperatur in Deinem Bauch, Kopf und im Inneren Deines Körpers.

Die Werte beim Fiebermessen ergeben bei einer rektalen (After) oder oralen (Mund) Messung zuverlässigere Werte. Bei der oralen Messung solltest Du zum gemessenen Wert 0,4 Grad hinzurechnen.
Beispiel. 37,6 Grad gemessen ergibt tatsächlich eine Körperinnentemperatur von 38,1 Grad.

Fiebertemperaturen

Fieber ErkältungFiebertemperaturen werden eingeteilt und können für Dich ein Anhaltspunkt sein, wann Du die Temperatur senken solltest.

Fiebereinteilung:

  • 38,1 bis 38,5 Grad – leicht
  • 38,6 bis 39,0 Grad – mäßig
  • 39,1 bis 39,9 Grad – hoch
  • ab 40 Grad sehr hoch

Schonung und Ruhe solltest Du Dir bei leichtes bis mäßiges Fieber gönnen. Höhere Temperaturen mit senkende Maßnahmen angehen oder einen Arzt aufsuchen.

Welche Fiebertypen gibt es und wie sind die Verläufe?

Die Körpertemperatur kann sich im Laufe des Tages verändern und beim Fiebern unterschiedliche Verläufe.

Diese Fiebertypen sind folgend zu definieren:

  • Doppelgipfliges: Zwischen dem ersten Fiebergipfel kommt nach ein paar Tagen Pause eine zweite Fieberphase.
  • Intermittierend: Dabei schwankt die Temperatur stark zwischen einer unteren und normalen Temperatur und ebenso Fiebergipfeln.
  • Kontinuierlich: Das Fieber zeigt sich für mehrere Tage unverändert und die Temperatur schwankt höchstens um 1 Grad.
  • Remittierend: Die Temperatur ist mit starken Schwankungen dauerhaft erhöht.
  • Rückfallfieber: Fieberfreie Tage wechseln sich mit kurzen Fieberphasen ab. Häufig ein Anzeichen auf eine frühe Belastung während einer Infektion oder der Hinweis eine psychische Ursache.
  • Wellenförmig: Hierbei steigt und sinkt die Temperatur recht wechselhaft. Der Fiebergipfel kann dabei eine Temperatur von bis zu 40 Grad erreichen.

Der Verlauf von Fieberphasen kann Dich auf die Ursache hinweisen. Für Deinen Arzt können diese Angaben sehr hilfreich sein. Daher solltest Du in regelmäßigen Abständen die Temperatur messen und die Werte notieren.

Fieber vorbeugen?

Gegen Fieber kannst Du Dich nur bedingt vorbeugen, jedoch das Risiko reduzieren. Dafür einfach folgende Tipps befolgen:

  • Deine Ernährung sollte ausgewogen, abwechselnd, vitaminreich sein und viel Eiweiß enthalten, damit das Immunsystem und der Körper gestärkt bleiben. Deine körpereigene Abwehr kann somit ohne Fieber eventuelle Infektionen angehen.
  • Entspannung, Spaziergänge an der frischen Luft und viel Schlaf kann stressbedingte Schwäche und zahlreiche Krankheiten vorbeugen.
  • Ein übermäßiger Konsum an Nikotin und Alkohol und das Einnehmen von fiebersenkenden Schmerzmitteln schwächen Deinen Organismus mit der Zeit. Der Organismus wird durch die hilfreichen Wirkstoffe unempfindlicher, jedoch für Infektionen anfälliger.
  • Eine gesunde Hygiene besteht aus regelmäßigem Waschen der Hände, dem Benutzen verschiedener Handtücher, einen Körperkontakt zu Fremden vermeiden und lüften. Damit reduzierst Du in Deiner Umgebung die Anzahl der Keime und eine Ansteckung kann damit unwahrscheinlicher werden.

Hausmittel gegen Fieber

Das Fieber hilft zwar Deinem Körper als Abwehrreaktion und bei einem Infekt, allerdings wird dem Organismus viel Kraft entzogen und Dein Wohlbefinden wird erheblich eingeschränkt. Dafür sind Hausmittel und einfache Maßnahmen sehr hilfreich:

Was hilfreich und weniger zu empfehlen ist:

Essen

Dein Kopf glüht, die Haut schmerzt und Du bist sehr schwach, dann denkst Du bei Fiebergipfeln sicherlich nicht an Essen. Doch vollständig darauf zu verzichten, ist nicht empfehlenswert.

Bei Fieber laufen Dein Immunsystem und der Stoffwechsel auf Hochtouren. Der Organismus verbrennt rasend schnell seine Reserven, benötigt viel Energie und Du schwitzt viele Mineralien aus. Deshalb ist es wichtig, dass Du zumindest kleine leichte Mahlzeiten zu Dir nimmst.

Obst und Gemüse gegen FieberIdeal sind Lebensmittel mit viel Vitamin C, dazu gehören Gemüse, Obst und Zitrusfrüchte. Achte darauf, dass die Kost viel Eiweiß enthält, wie in Huhn, Fisch, Tofu, Eier, Produkte aus Vollkorn und Hülsenfrüchte. Am besten als Suppe, denn diese zu schlucken, schafft sogar ein wunder Hals und gleichzeitig erhältst du einen großen Gehalt an Flüssigkeit.

Honig

Honig enthält heilsame Substanzen. Der am besten geeignete Manuka Honig ist reich an Wirkstoffen und als natürliches Antibiotikum unterstützt dies die körpereigene Abwehr.

Den Tee kannst Du mit echtem Bienenhonig oder dem Manuka Honig süßen. Du kannst das Süße ebenso pur nutzen, indem Du mehrmals am Tag einen Teelöffel Honig auf Deiner Zunge zergehen lässt. Der enthaltene Zucker stellt nebenher verfügbare Energie bereit und wirkt somit bei einem anhaltenden Schwächegefühl.

Apfelessig

Apfelessig kannst Du innerlich und äußerlich bei erhöhter Köpertemperatur anwenden. Durch die Säure im Essig wird die Hitze über die Haut abgegeben und enthaltende Mineralien füllen körpereigene Reserven wieder auf.

Äußerliche Anwendung: Einen halben Liter Apfelessig zum lauwarmen Badewasser zugeben für ein absteigendes Vollbad oder als Fußbad. Als Alternative kannst Du einen Teil Essig und zwei Teile lauwarmes Wasser vermischen und als Umschläge zur Kühlung auf Stirn, Bauch und Füße verwenden.

Innerliche Anwendung: Zwei Esslöffel vom Apfelessig, etwas Honig in ein Glas Wasser geben und drei Mal am Tag diese Mischung trinken.

Knoblauch

Knoblauch ist jedermanns Geschmack, es hilft allerdings gegen Infektionen. Das natürliche Antibiotikum bekämpft Keime und der Körper wird bei Infekten unterstützt.

Den Knoblauch kannst Du frisch und pur verzehren, oder in Suppen und Gemüsesäften, damit wird auf Dauer die Erkrankung verkürzt. Des Weiteren regt Knoblauch den Appetit an und Deine Kräfte kehren schneller wieder zurück.

Rettich Scheiben

Dieses Hausmittel ist bei Fieber sehr hilfreich. Der Rettich enthält scharfe ätherische Öle und beim Inhalieren werden die Schleimhäute angeregt und festsitzender Schleim verflüssigt sich. Deine Atemwege werden befreit und der Druck baut sich ab. Eine große Menge an Erreger wird ausgeschieden und die Grundlage zur Verbreitung entzogen.

Für diesen Effekt schneidest Du frischen Rettich in Scheiben oder grob reiben. So zerkleinert legst Du den Rettich in ein dünnes Tuch und als Umschlag um den Hals. Trägst Du das Tuch über Nacht, senkt dieses Hausmittel sogar die erhöhte Temperatur.

Rohe Kartoffeln

Rohe Kartoffeln gegen FieberFür dieses Hausmittel rohe Kartoffeln in sehr kleine Stücke schlagen, die Masse in ein Geschirrtuch wickeln und für Stirn und Brust als Umschläge verwenden.

Sobald die Kartoffelmasse trocknet, kannst Du die Umschläge abnehmen.

Petersilie

Petersilie klein hacken, in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser übergießen. Und für 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb geben und trinken. Die Pflanzenstoffe stärkt Dein Organismus und lindert das Fieber.

Petersilie ist ebenfalls auf andere Art gegen das Fieber einzusetzen. Dafür kannst Du Petersilie frisch essen, in Brühe, Suppe, Gemüsesaft oder Smoothie geben oder mit Öl und Knoblauch vermischen.

Ingwer

Mit Ingwer kannst Du Suppen und andere Gerichte würzen oder einfach zerkleinern, mit kochendem Wasser übergießen und dann trinken. Durch die im Ingwer enthaltenen Stoffe wird Deine Schweißbildung und Durchblutung angeregt und wirken ebenfalls gegen Krankheitserreger.

Basilikum

Basilikum ist ein oft unterschätztes Heilkraut. Die Blätter können in Fieberphasen die Temperatur senken. Dazu wird der Körper mit sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen versorgt und das Immunsystem wird ebenso unterstützt.

Die Blätter können frisch gegessen werden oder als Aufguss herzustellen. Dafür gibst Du vier Handvoll Blätter in 1 Liter kochendes Wasser und ungefähr fünf Minuten leise kochen. Von diesem Sud nimmst Du mehrere Male am Tag ein paar Schlückchen.

Eine stärkere Wirkung erhältst Du durch Zugabe von Ingwer oder etwas Pfeffer. Die Durchblutung wird angekurbelt und das Schwitzen erleichtert. Ingwer besitzt natürliche Eigenschaften und ist bei Infektionen sehr hilfreich.

Himbeeren und Preiselbeeren

Himbeeren, Preiselbeeren und deren Blätter wirken entzündungshemmend und fiebersenkend. Als Hausmittel können die Früchte als Saft, Kompott und die Blätter als Tee angewendet werden. Die frischen Beeren kannst Du natürlich ebenso pur zu Dir nehmen.

Rosinen

Rosinen gegen ErkältungIn Rosinen und Weintrauben sind Pflanzenstoffe enthalten, die antibakteriell, Anti oxidativ wirken und sich gut zur Fieberbekämpfung eignen. Mehrmals am Tag eine Handvoll Rosinen essen oder mit heißem Wasser übergießen und den Sud trinken.

Wenn Du Rosinen nicht so gerne magst, dann nasche einfach frische Weintrauben.

Absteigendes Vollbad

Bei einer erhöhten Körpertemperatur kann sich dennoch ein Kältegefühl einstellen und das leichte Abkühlen kann dann sehr hilfreich sein. Ideal ist hierfür ein absteigendes Vollbad:

  1. Das Bett vor dem Bad mit einer Heizdecke oder Wärmflasche vorwärmen.
  2. Die eigene Temperatur messen und das Badewasser mit der gleichen Temperatur einlassen oder ein Grad kühler.
  3. In die Wanne setzen und kaltes Wasser langsam zulaufen lassen. Dadurch innerhalb von 10 bis 20 Minuten die Temperatur vom Badewasser auf ungefähr 25 Grad senken.
  4. Die Haut in der Badewanne sanft mit einem Schwamm oder Waschlappen abreiben. Damit wird das Kältegefühl bekämpft und der Körper schonend gekühlt.
  5. Im Anschluss den Körper gründlich abtrocknen und im vorgewärmten Bett eine Ruhepause einlegen. Damit kann ein erneuter Fiebergipfel vorgebeugt werden.

Allerdings birgt dies ebenso an Gefahren. Auf ein Vollbad sollte bei einem plötzlichen Schwächeanfall mit Fieber oder allgemeiner Schlappheit verzichtet werden. Hauptsächlich dann, wenn Du alleine zu Zuhause bist und nicht sofort Hilfe zu erwarten ist.

Anstatt dann ein Vollbad zu nehmen, hilft ebenso ein Fußbad, das Dir ebenfalls langsam Abkühlung verschafft. Alternativ hilft die Anwendung durch ein Schwammbad. Dafür nimmst Du einen feuchten Waschlappen oder Schwamm und reibst dünnhäutige Stellen, wie Hals, Achseln, Innenseiten der Unterarme, Handgelenke und Leiste ab. Das Wasser lasse auf Deiner Haut trocknen.

Durch die geringe Kühlfläche zwar weniger intensiv in der Wirkung als ein absteigendes Vollbad, dennoch für den Alleingang einfacher und sicherer zu handhaben.

Essigstrümpfe

Dafür werden ein Teil Essig, zwei Teile warmes Wasser gemischt. Wadenhohe Strümpfe in das lauwarme Essigwasser legen und auswringen. Die Strümpfe sollten feucht sein und nicht nass.

Nun die Strümpfe anziehen und mit einem Handtuch umwickeln oder ein Paar trockene Socken darüber ziehen. Jetzt gönnst Du Dir bis zur Erwärmung der Socken etwas Ruhe und nimmst dann einen Wechsel vor. Senkt sich das Fieber nicht und die Füße sind immer noch warm, dann wiederhole diese Anwendung. Dieses Hausmittel solltest Du bei kalten Füßen nicht anwenden.

Wadenwickel

Wadenwickel sind gegen Fieber das bekannteste Hausmittel, dabei einfach durchzuführen und recht wirkungsvoll. Benötigt werden nur Tücher und Wasser.

  1. Die aktuelle Körpertemperatur messen und Wasser in eine Schüssel füllen. Das Wasser sollte fünf Grad weniger besitzen als die eigene Temperatur.
  2. In das Wasser Baumwolltücher oder Geschirrtücher legen und leicht auswringen.
  3. Die feuchten Tücher jetzt um Füße und Waden legen und darüber ein trockenes Tuch. Sobald das Tuch die Körpertemperatur erreicht hat, gegen ein kühles und frisches Tuch austauschen.

Diesen Vorgang gut 30 Minuten wiederholen und dann solltest Du Dir Ruhe gönnen.

Deine Umgebung sollte nicht zu kalt sein und ohne Zugluft. Die Wadenwickel nur bei warme Beine und Füße anwenden, bei kalten eignen sich die Wickel gegen Fieber nicht.

Waschungen

Mit Waschungen kann die Temperatur schonend und langsam gesenkt werden. Gleichzeitig steigt das Wohlbefinden und Rückstände von Schweiß werden entfernt. Waschungen bieten sich an, wenn ein Vollbad aufgrund des Körperzustandes ungeeignet ist.

Die Durchführung kann einfach und ohne fremde Hilfe gehandhabt werden:

  1. Die Körpertemperatur wird gemessen und das Wasser sollte zehn Grad niedriger sein.
  2. Mit einem feuchten Waschlappen oder Schwamm wird von oben nach unten und außen nach innen gerieben. Begonnen wird an den Händen und dann über Arme, Hals, Brust und Bauch. Dies wird am Rücken wiederholt und dann erst die Beine. Du solltest stets gegen den Haarwuchs reiben, also zur Mitte des Körpers.
  3. Trockne Dich nicht ab, decke sofort nach der Waschung noch feuchte Körperteile gut zu.
  4. Im Anschluss gönne Dir eine halbe Stunde Ruhe.

Vor der Waschung kannst Du einen Tee trinken, der schweißtreibend ist. Zudem kannst Du dem Wasser einen Zusatz beimischen. Hierfür eignen sich Pfefferminztee, Öl und Essig. Beides ist kühlend, erfrischend und daher besonders wohltuend.

Zur Beachtung: Pfefferminzöl kann die empfindliche Haut und Augen reizen. Daher verwende bei einem Liter Wasser nur bis zu drei Tropfen. Bei Kindern mit Hauterkrankungen und unter sechs Jahren ist dieses Öl nicht einzusetzen.

Ruhe

Fiebernde Kinder werden ins Bett gesteckt. So vernünftig sind Erwachsene nicht immer. Dabei ist Bettruhe bei Fieber ein besonders gutes Hausmittel und oft dringend notwendig.

Verzichte also darauf, einen Einkauf zu tätigen, angeblich wichtige Arbeit oder andere Aufgaben zu erledigen. Damit sich die Dauer der Krankheit nicht verlängert, sollte der Körper bei eintretendem Fieber sofort geschont werden. Denn zu frühes Aufstehen kann einen schwereren Rückfall nach sich ziehen. Daher bei einem Temperaturanstieg sofort Bettruhe einhalten, um einen schwereren Verlauf der Krankheit zu verhindern.

Viel Flüssigkeit

Bei Fieber und starkes Schwitzen verliert Dein Körper große Mengen an Flüssigkeit. Kommt ein Infekt mit einer Erkältung hinzu, erhöht sich der Verlust.

Es entsteht eine Dehydrierung und das Allgemeinbefinden verschlechtert sich zusätzlich. Wirke diesem entgegen, indem Du mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu Dir nimmst. Warte nicht damit, bis Du Durst verspürst, sondern trinke stündlich mindestens ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee.

Geeignet sind Tee, Wasser, Säfte aus Obst und Gemüse, Smoothies, Suppe oder Brühe. Nahrungsmittel mit viel Wassergehalt, wie grüne Gurke, Tomaten, Zitrusfrüchte oder Melone eignen sich ebenso. Zum innerlichen Abkühlen ist das lutschen von Eiswürfeln hilfreich.

Der Wechsel verschiedener Getränke und Speisen hilft Dir zur leichteren Aufnahme von viel Flüssigkeit.

Tee

Tee als Hausmittel wird bei vielen Erkrankungen eingesetzt und ebenso bei Fieber. Folgende Teesorten sind dafür gut geeignet:

  • Bitterklee, Weidenrinde, Stiefmütterchen.
  • Gardenien Baum
  • Kamille
  • Lindenblüten
  • Schwarzer Holunder
  • Hagebutte
  • Fliederblüten
  • Thymian
  • Zitronengras

Tee aus Supermärkten besitzen oft eine geringe Wirkung. Daher solltest Du Dir aus der Apotheke medizinische Tees besorgen und Dich nach den Angaben zum Ziehen des Tees richten.

Steigendes Fieber – wann zum Arzt?

Bei Fieber zum Arzt, wenn:

  • Nach zwei Tagen eine unveränderte Temperatur besteht.
  • starke Schmerzen, Stuhlveränderung, harter Bauch, Erbrechen oder Durchfall mit auftreten.
  • Kinder oder Säuglinge mit Neigung zu Fieberkrämpfen.
  • Senioren betroffen sind
  • Bei einer Schwangerschaft
  • fiebersenkende Mittel ohne Wirkung bleiben.

Steigendes oder überhöhtes Fieber sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, wenn eigene Hausmittel zur Senkung nicht helfen.

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