Was hilft gegen Motten?

Was hilft gegen Motten? Herkunft, Arten, Beseitigung, Hausmittel & Tipps

was hilft gegen motten

Lebensmittel- und Kleidermotten sind mit Chemie schnell vernichtet. Auf dem Markt werden Sprays angepriesen, die vorhandene Motten in knapp fünf Minuten töten sollen. Dennoch muss bei der Schädlingsbekämpfung nicht immer Chemie eingesetzt werden, denn diese Mittel enthalten nebenher Stoffe, die der menschlichen Gesundheit schaden können.

Hier ist Geduld gefragt, denn oftmals sind alte Hausmittel die beste Lösung zur Mottenbekämpfung oder Vorbeugung. Die Anwendung von Hausmitteln dauert wohl etwas länger, dafür wird allerdings die Gesundheit der im Haus lebenden Personen nicht angegriffen. Die Umwelt wird durch die natürliche Mottenbekämpfung ebenso geschont.

Wo kommen die Motten her?

Vorweggesagt, ein Befall an Motten führt nicht auf eine unsaubere oder unhygienische Wohnung zurück. Oftmals trägst Du die Eier und Larven der Motten  selbst unfreiwillig in die Wohnung. Das kann mit der Kleidung, den Lebensmitteln oder dem Tierfutter sein.

Eine kleine Übersicht möglicher Quellen von Mottenlarven und Motteneier und deren beliebtes Versteck:

Larven und Eier der Motten in Lebensmittel

Trockene und offen gelagerte Lebensmittel ziehen Lebensmittelmotten magisch an. 

  • Mehl: Weizen, Roggen, Dinkel
  • Reis: Milchreis, Basmatireis,
  • Stärke: Speise-, Mais-, und Kartoffelstärke, Saucenbinder
  • Nüsse: Mandeln, Hasel- und Walnüsse, jegliche gemahlene Nüsse
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen, Sojabohnen, Erdnüsse
  • Schokolade: Vollmilchschokolade, Kuvertüre
  • Sonstiges: Gewürze, Musil, Kekse, Nudeln

Larven und Eier der Kleidermotten

In Gardinen und Polstermöbel finden Kleidermotten einen guten Unterschlupf.

  • Stoffe aus Wolle: Hosen, Jacken, Pullover, Socken
  • Saisonale Kleidung: Anzüge, Fasching und Karnevalkostüme
  • Winterbekleidung: Mütze Schals, Handschuhe
  • Polstermöbel: Matratzen, Sofa, Stühle
  • Federn: Sitzpolster, Kissen, Bettdecken
  • Sonstiges: Teppiche, Gardinen, Stoffdecken

Ein weiterer Ursprung ist das Licht, dem die Motten gerne folgen. Durch das offene Fenster folgen die Motten dem Lichtschein und legen an einem neuen Ort Eier ab.

Wie kommen Motten in die Wohnung?

  • Am Abend, wenn die Fenster lange geöffnet sind
  • angeschaltetes Licht
  • Fehlende Fliegengitter vor dem Fenster

Motten werden durch Licht angelockt und gelangen durch geöffnete Fenster oder Terrassentüren in die Wohnung.

Unterschiedliche Arten von Motten

Zwei Mottenarten können Dir das Leben schwer machen. Das sind Lebensmittel- und Kleidermotte. Beide Arten ernähren sich durch unterschiedliche Nahrungsquellen. Die Lebensmittelmotten, also deren Larven, bevorzugen trockene Lebensmittel. Kleidermotten jegliche Art von Kleidung und anderweitige Textilien.

Bei der Mottenbekämpfung ist die jeweilige Nahrungsquelle ausschlaggebend.

Wo sich Motten verstecken

In dunklen Wohnbereichen verstecken sich die Motten tagsüber. Sobald es draußen dunkler wird, verlassen die Motten das Versteck und flattern durch die Wohnung. Dadurch wird der Mottenbefall erst sichtbar.

Mit der Fliegenklatsche jegliche Art von Motten zu jagen, ist aussichtslos. Es müssen die Verstecke der Motten, Eier und Larven gefunden werden. Denn nur dann kannst Du erfolgreich mit Gegenmaßnahmen anfangen.

Eier der Motten

Motteneier sind sehr winzig und kaum zu erkennen. Die Motten legen die Eier unmittelbar in der Nähe von Nahrungsquellen ab. Damit muss die frisch geschlüpfte Larve nicht lange nach Nahrung suchen.

Larven der Motten

Nach einigen Wochen begeben sich die Larven in andere Orte und dort erfolgt die  Verpuppung. Typische Bereiche können folgende sein:

Larven der Motten
  • Ritzen im Schrank
  • Bohrlöcher in Wand und Schränken
  • Rand-, Sockel- und Abschlussleisten
  • Steckdosen
  • hinter Möbel
  • zwischen Heizkörper

Sicherlich werden noch andere Orte zur Entpuppung genutzt, daher solltest Du in der Wohnung die Augen gut offen halten und jede Ecke gut inspizieren. Eine kaum benutzte Hutablage kann für Motten ein geeigneter und geschützter Platz werden, um ein Nest zu bauen.

Vermehrung von Motten

Nach einem Mottenbefall soll sich das Prozedere der Beseitigung sicherlich nicht wiederholen. Es ist wichtig, zu erfahren, warum ein Überleben der Motten in der Wohnung überhaupt stattfinden kann.

Im Folgenden wird der typische Lebenszyklus beschrieben:  

  1. Motteneier: Die Eier der Motten befinden sich bereits in der Wohnung. Entweder eingeschleppt durch gekaufte Lebensmittel oder von weiblichen verirrten Motten abgelegt.
  2. Verpuppung: Die Mottenlarven suchen sich sichere und ruhige Löcher oder Ritzen und verpuppen sich.
  3. Mottenlarven: Sobald die Larven aus den Motteneiern geschlüpft sind, bedienen sie sich an reichlich vorhandenen Vorräten an Lebensmitteln, Kleidungen und Stoffe. Daraufhin fangen die Insekten mit dem wachsen an.
  4. Mottenfalter: Aus dem Kokon schlüpfen neue Mottenfalter und es kommt zur Paarung weiblicher und männlicher Motten. Die weiblichen Motten legen dann Eier für die nächste Generation aus. Somit nimmt der Lebenszyklus seinen Lauf.

Mottennest aufspüren und Maßnahmen

Zuerst solltest Du das Nest der Motten finden und die Brutstätte entfernen. Das Nest befindet sich oft unmittelbar von Nahrungsquellen. Zu erkennen sind die Nester der Mottenlarven an den Gespinsten. Dieses sind feine weiße Fäden, ähnlich wie Spinnweben, und die Nahrungsquelle ist mit den Fäden überzogen.

Verstecke der Lebensmittelmotten  

Lebensmittelmotten bereichern sich an Orte, an denen haltbare Lebensmittel ohne benötigte Kühlung aufbewahrt werden können.

In der Wohnung können viele Orte von Motten befallen sein. Daher solltest Du jeden Bereich genau absuchen, in dem Du Lebensmittel aufbewahrst. Also nicht nur die Küchenschränke, sondern ebenfalls Wohnzimmerschränke, in dem Knabbereien zu finden sind.

Ein paar Tipps für Anhaltspunkte:

  • Küche:
    •  jegliche Mehlsorten, Nüsse, Kakao  
    • stets unverschlossene Teekisten und Beutel
    • unverschlossene oder in Tüten verwahrte Gewürze
  • Vorratsraum:
    • jegliche Sorten an Nudeln und Reis
  • Wohnzimmer:
    • Pralinen, Schokolade, Erdnussflips, Chips und Nüsse

Unterschlupf von Kleidermotten

Nester von Kleidermotten befinden sich oft dort, wo Stoffe vorhanden sind. Das kann unter Polstermöbel, wie Sofas oder Stühle sein. Also solltest Du genau hinsehen.

Die Polstermöbel regelmäßig von der Wand abrücken, um verdeckte Stellen zu überprüfen. Ein gut versteckter Ort ist ein sicherer Ort für Motten.

Gardinen sind ebenfalls eine gute Brutstätte. Oftmals sind Gardinen nur eine Dekoration und werden daher kaum bewegt und somit für Kleidermotten ein weiterer ungestörter Ort.

Du findest kein Versteck? Motten können erfinderisch sein bei der Suche nach einem Versteck. Beinhaltet eine Zwischenwand eine Dämmung aus Naturstoff? Schau genau hin.

Beseitigung vom Mottennest  

Sobald das Mottennest gefunden wurde, muss dieses restlos entfernt werden und der Ort gründlich gereinigt.

Zaghaftigkeit ist dabei fehl am Platz. Lebensmittel, die von der Lebensmittelmotte befallen ist, muss vollständig und gründlich entsorgt werden. Dabei keine Lebensmittel aufbewahren, die unbeschadet aussehen, es können sich darin dennoch kleine unbemerkte Larven befinden.

Beseitigung vom Mottennest

Eine Kontrolle und Aussortierung geöffneter Packungen ist nicht ausreichend. Denn selbst in den verschlossenen Verpackungen können sich Eier und Larven der Motten befinden. Die kleinen Mottenlarven können sich durch alle weiche Materialien hindurchfressen.      

Daher jegliche Lebensmittel und die sich in unmittelbarer Nähe befinden, entsorgen. Das gilt ebenso für verschlossene Packungen. Das Aussortierte solltest Du direkt in die Mülltonne außerhalb des Hauses entsorgen. Denn durch ein Zwischenlagern im Küchenmülleimer können Larven entkommen und nisten sich neu ein.   

Beschädigte Bekleidung durch Kleidermotten zu entsorgen, ist sicherlich etwas schwieriger. Handelt es sich um eine alte Decke, fällt das eventuell nicht schwer.  Bei anderen geliebten Textilien kann das gründliche Säubern bereits hilfreich sein.  

Richtiges Reinigen und Säubern

Motten vertragen hohe Temperaturen bis 60 Grad und unter dem Gefrierpunkt. Larven und Eier der Motten dagegen nicht. Unter diesen Bedingungen gibt es kein  Überleben. Das kannst Du für Dich nutzen.  

Bett- oder Kissenbezüge, Kleidung oder Stofftiere können bei 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen. Jede Wäsche unter dieser Temperatur, wie Baumwolle oder Seide, kann nach dem Waschen 1 bis 2 Tage in der Gefriertruhe zum Frostschocken gelegt werden.

Große Textilien, wie Sofas und Teppiche können sehr gut mit dem Haar Föhn behandelt werden. Dazu schaltest Du die höchste Stufe ein und hältst den Föhn mit einem Abstand von etwa 10 Zentimetern auf die betroffenen Stellen.

Schränke mit Kleidung oder Nahrungsmittel ausräumen und gründlich reinigen, dabei die Ecken nicht vergessen. Zum Reinigen eignet sich am besten Essigreiniger. Dabei auf jede kleinste Ritze und Bohrlöcher achten. Mit dem Haar Föhn kannst Du schwer erreichbare Stellen bearbeiten.

Nach dem ausräumen und reinigen

Zukünftig können jetzt Mottennester verhindert werden. Dazu regelmäßig Staubsaugen, das ohnehin eine wiederkehrende Tätigkeit im Haushalt ist. Allerdings des Öfteren unter dem Sofa oder Bett staubsaugen. 

Kleine Matten und Teppiche regelmäßig bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Zu dem Waschpulver eventuell einen Schuss Essigwasser beigeben. Das desinfiziert gleichzeitig die Fasern.

Kleidung, die wenig getragen wird, saisonbedingte Kleidung oder Decken in dichten Vakuumhüllen verpacken. Da kommen die Motten nicht ran. Nebenher ist dieses Prinzip platzsparend, Kleidung oder Decken stauben nicht ein und die Hüllen können auf dem Schrank oder unter dem Bett verstaut werden.

Neu eingekaufte Nahrungsmittel sicher verstauen. Dafür eignen sich am besten Plastikboxen, die dicht zu verschließen sind. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich, sparen in Schubladen oder Schränken durch stapeln an Platz.  

Die Nahrungsmittel am besten getrennt verpacken. Somit ist bei einem ungewollten einschleusen der Motteneier nur dieses eine Lebensmittel befallen und kann sofort entsorgt werden.

Müsli, Reis, Nudeln, Haferflocken und Mehl unbedingt in anderweitige Behälter umfüllen. Haushaltdosen aus Glas oder festem Plastik eignen sich dafür hervorragend. Die Nahrungsmittel sind somit vor Motten geschützt und vor Feuchtigkeit. Haushaltsdosen sorgen nebenbei für Ordnung.

Diese Maßnahmen vermeiden

Kleidermotten werden oft mit Mottenpapier oder Mottenkugeln angegangen. Bei dieser Bekämpfung handelt es sich allerdings um chemische Wirkstoffe. Das enthaltene sich langsam auslösende Gift kann den Menschen schaden, da der Wirkstoff an der Kleidung haften bleibt und eingeatmet wird. Außerdem ist die Zuverlässigkeit dieser Wirkstoffe gegen Motten umstritten. Dasselbe gilt für Mottenspray. Bei dieser Ungewissheit und Gefahr solltest Du diese chemischen Mittel nicht in Betracht ziehen. Denn Motten und deren Brut zu vernichten, geht anders und besser.

Mottenfallen unterbrechen den Lebenszyklus nicht   

Mottenfallen, die weibliche Sexuallockstoffe enthalten, sind ebenfalls zur Mottenvernichtung ungeeignet. Mit diesen Pheromonfallen für Kleider- und Lebensmittelmotten wird lediglich der Ort der Motten festgestellt. Männliche Motten werden durch den Duft auf den Papierstreifen angelockt und bleiben daran kleben. Sind allerdings bereits befruchtete weibliche Motten vorhanden, legen diese ungehemmt ihre Eier in der Wohnung aus und eine neue Generation Motten breitet sich aus.

Um den Befall von Motten zu ermitteln, sind diese Fallen also hilfreich, zur Bekämpfung allerdings nicht. Das bedeutet, eine weitere Vorgehensweise zur Vernichtung.

Nachhaltige und wirksame Bekämpfung von Motten

Hast Du alle Vorbereitungen umgesetzt, dann kannst Du zur letzten Maßnahme übergehen.

Selbst nach sorgfältigem Entfernen und Reinigen der Mottennester in Ritzen, Nischen und Schränken können immer noch Mottenlarven und Eier vorhanden sein. Diese werden bald schlüpfen, herumfliegen und sich neue Orte zum Nester bauen suchen.  

Natürlicher Feind der Motten – Schlupfwespen  

Diese Überbleibsel kannst Du nun mit biologischen Mitteln vernichten. Dafür werden spezielle Insekten als natürlicher Feind der Motten eingesetzt und das sind Schlupfwespen. Das klingt vielleicht etwas verwirrend. Warum zusätzlich andere Insekten ins Haus holen?  

Schlupfwespen zur Motten Bekämpfung

Schlupfwespen sind fast unsichtbare Nützlinge. Diese Insekten sehen den eigentlichen echten Wespen sehr ähnlich, sind allerdings nur sehr viel kleiner. Schlupfwespen werden bereits seit vielen Jahren als biologische Vernichtung von Insekten in der Landwirtschaft genutzt. Seit einiger Zeit werden diese Tiere sogar in privaten Haushalten eingesetzt.

Schlupfwespen (Trichogramma) sind harmlos und speziell zur Mottenbekämpfung in der Wohnung gezüchtet. Diese Tiere besitzen eine Größe von nur 0.3 Millimeter,  und mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Für Haustiere und Menschen sind diese Nützlinge völlig unbedenklich, denn diese Wespen stechen nicht.  

Schlupfwespen besitzen zwar Flügel, dennoch fliegen nicht. Die Umgebung wird quasi „zu Fuß“ erkundet und die Wespen fallen dadurch nicht weiter auf. An Menschen zeigen die Insekten kein Interesse. Schlupfwespen wollen nur das Eine, die Eier der Motten. 

Vorgehensweise der Schlupfwespen zur Motten Bekämpfung

Schlupfwespen sind nützliche Parasiten gegen Eier. Der einzige Antrieb ist die Vernichtung von Motteneiern, um dadurch selbst zu überleben.

Die Vorgehensweise der Schlupfwespen

Die Schlupfwespen besitzen einen hervorragenden Geruchssinn. Mit diesem wird nach dem Schlüpfen sofort nach Motteneiern gesucht. Nachdem die Motteneier gefunden wurden, legen die Wespen in die Eier der Motten eigene Eier ab. Dadurch werden die Wespen selbst zu Parasiten, allerdings für die Motteneier. 

Die Nahrung der Schlupfwespenlarven sind die befallenen Motteneier und aus deren Eiern schlüpft die nächste Generation Schlupfwespen. Somit ergibt sich ein Kreislauf, bis die Schlupfwespen sämtliche Motteneier vernichtet haben. Sind keine  Motteneier mehr vorhanden, verschwinden die Schlupfwespen von ganz allein. Eine neue Insektenplage ist also nicht zu befürchten. 

Hausmittel bei Motten in der Küche

Befinden sich Motten im Küchenbereich, sind es Lebensmittelmotten und diese suchen nach geeigneter Nahrung. Dazu gehören Mehl- und Dörrobstmotten und diese bevorzugen menschliche Vorräte. Die Nachzügler der Mehlmotten bevorzugen Getreide und Produkte aus Getreide. Trockenes Gemüse und Gemüseprodukten verachten diese Insekten allerdings ebenso wenig. 

Die Larven der Dörrobstmotten sind hauptsächlich an Dörrobst, Getreideprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Schokolade, Kakao, Kaffee, Nudeln, Tee und Gewürze interessiert. Daher solltest Du diese Lebensmittel stets aus der Originalpackung in  gut zu verschließende Plastik- oder Glasbehältern umsetzen.

Mottenfalle Backpulver:

Wenn nicht ersichtlich ist, in welchen Lebensmitteln die Motten Eier hinterlegt haben, kann den Larven eine Falle gestellt werden. Dazu wird Mehl und Backpulver 1:4 gemischt, dieses Gemisch in eine flache Schale geben und im Schrank zwischen gefährdete Lebensmittel platzieren. Das Mehl lockt die Larven an, diese fressen das Mehl und sterben daran, denn Mottenlarven vertragen das Backpulver nicht.

Giftfalle hausgemacht:

Mit dem natürlichen Gift der Tomaten- oder Kartoffelpflanze können ebenso die Larven angegangen werden. Dazu einige frische Tomaten- oder Kartoffelblätter (oder beides) in ein Glas geben, die Blätter leicht zerstoßen und mit Wasser auffüllen. Den Sud eine Woche stehen lassen  und dann erst die Blätter entfernen.

Dem giftigen Wasser nun etwas Mehl beigeben, verrühren und den Brei in die Vorratskammer stellen. Das Mehl lockt die Larven an, sie fressen den Brei und werden von dem Gift der Tomaten oder Kartoffeln getötet.

Düfte vertreiben Motten:

Einige Duftstoffe können Lebensmittelmotten nicht leiden:

Dazu gehört der Lavendel. Einfach ein kleines Säckchen mit Lavendel in den  Vorratsschrank legen und die Motten werden sich von den Lebensmitteln fernhalten.

Ist Dir der Duft unangenehm oder dieser soll die Küche nicht beduften, können  alternativ Säckchen mit Gewürze eingesetzt werden. Kleine Säckchen sind schnell genäht, ist nähen nicht gerade Deine Stärke, können ebenso gekaufte verwendet werden. Kleine Stoffsäckchen werden mit einigen Lorbeerblättern, Gewürznelken, etwas abgeriebene Schale einer Zitrone oder Orange und einer Zimtstange befüllt. Das  Säckchen gut zubinden und zwischen die Vorräte legen. Motten können den Duft ätherischer Öle nicht ausstehen und diese Fülle hält selbst den hartnäckigsten Nachtfalter ab. Die Lorbeerblätter und Gewürznelken können ebenso offen in den Schränken verteilt werden. Da der Gewürzduft allerdings schneller verfliegt, sind diese ab und an gegen neue auszutauschen.

Hausmittel bei Motten im Kleiderschrank

Um zu verhindern dass Kleidermotten Eier im Kleiderschrank ablegen und geliebte Kleidungsstücke von den Larven überfallen werden, gibt es einige Tricks, um  Muttertiere fernzuhalten.

Motten besitzen einen feinen Geruchssinn und einige Gerüche meiden diese Tiere:

Motten fernhalten mit Zitronenöl:

Sobald alle von Motten angefressenen Kleidungsstücke entweder entsorgt oder  Larven und Eier durch Kälte oder Hitze erfolgreich entfernt wurden, sollte der Schrank gänzlich geleert werden. Denn der Schrank bedarf einer gründlichen Reinigung. Dazu heißes Wasser und einige Tropfen ätherisches Zitronenöl in eine Schüssel heißes Wasser geben und den Schrank damit gründlich auswischen, die Ecken auf keinen Fall vergessen. Vor dem Einräumen muss der Schrank vollkommen trocken sein. Dazu kannst Du einen Föhn benutzen.

Neemspray:

Mittlerweile setzt die Industrie auf Produkte gegen Schädlinge, die der Umwelt und  Gesundheit nicht schadet. Somit können Giftsprays in den Regalen bleiben und dafür Sprays mit Neemöl eingesetzt werden. Mit diesem ökologischen Spray kannst Du den Kleiderschrank außen, innen und zur Vorsorge sogar die Kleidung besprühen.

Dieses ökologische Neemöl wird aus den Samen des indischen Neembaums gewonnen. Die Wirkstoffe im Öl zerstören den Hormonhaushalt der Tiere und somit ist ein entpuppen nicht mehr möglich.        

Steinklee:

Mit gefräßigen Kleidermottenlarven kämpften bereits Generationen. In der damaligen und ebenso in der heutigen wurden Säckchen aus Baumwolle oder Leinen genäht und mit getrockneten Kräutern und Blüten befüllt. Besonders wirksam war und ist der Steinklee. Fertige Säckchen kannst Du im gut bestückten Ökoladen mit Steinklee gefüllt erhalten. Diese Duftsäckchen werden zwischen der Wäsche gelegt oder über die Kleiderstange gehängt.

Weitere Hausmittel

Thymian:

Den Duft von Thymian können Lebensmittelmotten und ebenso Kleidermotten nicht riechen. Einige Leinensäckchen mit trockenen Thymianblüten befüllen oder frischen Thymian in Glasschälchen geben und zwischen den Vorräten verteilt platzieren. Thymianduft verfliegt mit der Zeit, daher das Gewürz oder frische Thymianblüten zwischendurch ersetzen.

Parfum:

Mit Parfum werden lästige Kleidermotten aus dem Kleiderschrank ferngehalten und nebenbei wird die Wäsche duftig umhüllt. Dazu tränkst Du einen Wattebausch mit Deinem Lieblingsparfum und legst dies einfach im Regal zwischen die Wäsche. Motten verabscheuen Parfum und werden sich fernhalten.

Saubere Kleidung:

Kleidermotten werden vom Schweißgeruch angezogen. Daher verschwitzte Kleidung nicht im Schlafzimmer liegen lassen oder schweißgetränkt in den Kleiderschrank hängen. Gebe die verschwitzte Kleidung sofort in die Wäsche und anschließend frisch und sauber in den Schrank.

Duftkerzen:

Soll das teure Parfüm nicht für Motten verschwendet werden, leisten kleine Duftkerzen oder duftende Teelichter den gleichen Dienst. Dafür die Kerzen unangezündet im Kleiderschrank zwischen die Wäsche legen.

Fliegengitter:

Der beste Schutz gegen Motten sind Fliegengitter an den Fenstern oder Terrassentür. Damit gelangen die Tiere gar nicht erst in die Wohnung. Die Gittermaschen sind winzig klein, da passt keine Fliege durch, geschweige eine große Motte.  

Fenster geschlossen halten:

Der Sommer bringt oft warme Nächte und die Fenster bleiben offen, um etwas Kühle herein zu lassen. Da fällt es sicherlich sehr schwer, die Fenster in der Nacht geschlossen zu halten. Selbst durch ein gekipptes Fenster dringen die Motten ungehindert in die Wohnung. In dieser Zeit solltest Du nur ab und an die Fenster zum Lüften kurz öffnen und eine Lichtquelle vermeiden.

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