Was hilft gegen Mundgeruch?

Was hilft gegen Mundgeruch? Hausmittel und Tipps

Was hilft gegen Mundgeruch

Schlechter Atem, wie entsteht dieser? Was kann selbst dagegen unternommen werden? Entweichen die schlechten Gerüche tatsächlich aus dem Magen? Kann  Mundwasser gegen den üblen Geruch wirklich helfen?

Mundgeruch bereitet einige Probleme:

  • Der Umgang mit anderen Menschen wird unsicher.
  • Die Nähe anderer wird möglichst vermieden.
  • Es bleibt die Angst, andere riechen den schlechten Atem.
  • Zeichen werden beachtet, ob anderen den Geruch bemerken.
  • Intime Situationen werden peinlich, bei denen der Partner sehr nahe ist.

Allerdings kann es vorkommen, dass Menschen unsicher sind, ob Mundgeruch besteht oder nicht. Sicherlich wird niemand zur Probe angehaucht, um zu erfahren, ob Mundgeruch besteht. Mit einem eigenen Test ist dies schnell Selbst getestet:

Dafür mit der Zunge einige Male kräftig über das Handgelenk lecken. Eine Minute warten, bis der Speichel getrocknet ist. Anschließend an dem Handgelenk riechen. Wird ein unangenehmer Geruch festgestellt, sind folgende Informationen in Sachen Mundgeruch sicherlich sehr interessant.

Wie entsteht Mundgeruch?

Mit Mundgeruch leidet fast jeder vierte Europäer und dies wird immer selbst bemerkt. Meistens sind es Mitmenschen, die auf Mundgeruch hinweisen. Allerdings nicht immer, denn Mundgeruch ist für viele ein Tabuthema.

Bei knappen 20 Prozent der Menschen ist Mundgeruch auf den Stoffwechsel oder einer Krankheit zurückzuführen. Des Weiteren können einige Genuss und Nahrungsmittel schlechten Atem erzeugen, zum Beispiel Zigaretten, Alkohol oder Knoblauch. Jedoch geht dieser daraus entstehende Mundgeruch meistens vorüber.

Durch Krankheiten kann ein charakteristischer Atemgeruch entstehen. Dazu gehören Erkrankungen der Leber, Nieren, Diabetes und chronische Infektionen der Lungen. Weiterhin vereiterte Mandeln und Nasennebenhöhlen. Manchmal kann ein durch Stress übersäuerter Magen für Mundgeruch verantwortlich sein. Bei jeder dieser Ursachen sollte unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden.

Ein Besuch beim Zahnarzt sollte stattfinden, wenn im Mund- und Rachenraum die Ursache für Mundgeruch zu finden ist. Denn bei über 80 Prozent liegt die Ursache häufig im Mundbereich.

Der üble Geruch entsteht durch Bakterien, diese bilden im Mund Schwefelverbindungen und Fettsäuren. Bei mangelnder Mundhygiene vermehren sich diese Bakterien und klammern sich an vielen Stellen:

  • Im Zahnbelag, aufgrund unregelmäßiger Zahnpflege. 
  • In Zahnzwischenräumen, die sich schwer reinigen lassen.
  • Im Zahnstein, wenn dieser nicht regelmäßig entfernt wird.
  • In Zahnfleischtaschen (bei Parodontose)
  • Auf dem Rücken der Zunge
  • An kariesbehaftete Zähne  
  • Auf ungenügend gereinigtem Zahnersatz

In der Regel werden vom Speichel große Teile schlecht riechender Stoffe abtransportiert. Ist der Speichelfluss allerdings sehr gering, wird der Mundgeruch verstärkt. Der Speichelfluss kann sich durch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente verringern. Diese Gründe hinterlassen manchmal morgens nach dem Aufwachen einen schalen Geschmack im Mund.

Was gegen Mundgeruch unternehmen?

Du möchtest wissen, wie Du Mundgeruch für immer los wirst? Dann lies Dir die folgende Seite zum Thema Mundgeruch gut durch.

Mundgeruch oder schlechter Atem ist lästig, peinlich und kann zur Isolation in der Gesellschaft führen.

Bereits langanhaltender Mundgeruch ist quälend und peinlich. Was Du gegen Mundgeruch unternehmen kannst und für die Ursache in wenigen Tagen fündig wirst, zeigen Dir Informationen zur Entstehung und Bekämpfung von Mundgeruch. Vielleicht hast Du bereits im Internet recherchiert, Ratgeber gelesen oder einige Produkte ausprobiert, um dem Übel beizukommen.

Diese Dinge waren sicherlich nicht alle erfolgreich. Dabei sind die Ursachen oft banal und können leicht bekämpft werden.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kannst Du den Mundgeruch einfach und mit wenigen Kosten beseitigen. Denn der üble Geruch entsteht sehr oft im Mund selbst und nicht in Organen, wie oft angenommen wird.  

Mundhygiene – mangelhaft oder falsch ausgeübt 

In wissenschaftlichen Studien wurde belegt, dass zu 80 Prozent der Mundgeruch durch anaerober Bakterien im Mund entsteht. Diese sammeln sich auf dem  Zungenrücken und in der Plaque. Lediglich 5 Prozent entstehen im HNO-Bereich. Alle anderen Gründe sind seltener. Daher ist die verbreitete Vermutung, der Mundgeruch entstehe im Magen-Darm-Trakt oder durch entzündete Mandeln sehr unwahrscheinlich. Eine Mandeloperation oder Magenspiegelung solltest Du allerdings erst bedenken, wenn im Mundbereich nichts zu finden ist. 

Folgende Punkte sind im normalen Fall selbstverständlich, jedoch wenige betroffene Menschen halten sich penibel daran. Wundermittel oder Hausrezepte werden nicht weiterhelfen, sondern eine 10-minütige gründliche Mundhygiene, diese wirkt garantiert und nachhaltig. Viele Menschen putzen sich nur morgens und abends schnell und kurz die Zähne. Auf den Mundgeruch bezogen, bedeutend zu wenig. Durch richtige und optimierte Mundhygiene kannst Du den Mundgeruch zu 90 Prozent eliminieren.    

Der Mundhygiene 10 Minuten täglich widmen

Täglich 10 Minuten für die Mundhygiene solltest Du einplanen. 10 Minuten, um schlechten Atem vorzubeugen. Folgend ist ein 10-Schritte-Plan aufgeführt. Der Plan nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, allerdings solltest Du diesen gründlich einhalten, um Mundgeruch zu bekämpfen und Ergebnisse zu erreichen. 

Mundhygiene bei Mundgeruch

Für Mundgeruch geht selten auf eine ernsthafte Erkrankung zurück. Der Grund sind eher anaerobe Bakterienstämme oder Essensreste, die den Geruch hervorrufen. Dabei sind nicht alle Bakterien im Mund schlecht, im Gegenteil, einige sind sogar sehr nützlich. Viele davon sorgen für beste Gesundheit. Nur ganz wenige sorgen für flüchtige Schwefelverbindungen, die dann als fauler, übel riechender Atem den Mund verlassen. Ebenso selten sind Entzündungen im Hals, der Nasennebenhöhlen oder Verdauungsprobleme für Mundgeruch verantwortlich.

Mit peinlich genauer Mundhygiene kannst Du statistisch gesehen Deinen Mundgeruch loswerden. Allerdings muss diese penibel und regelmäßig ausgeführt werden. 

Die richtige Mundhygiene:

  1. Mindestens 2x am Tag für 2 Minuten mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne putzen

Dabei sollte kein Zahn ausgelassen werden. Mit einer guten elektrischen Zahnbürste kannst Du die Zähne korrekt putzen, denn die zu pflegende Region wird vorgegeben und verhindert, dass eine Region ausgelassen wird. Nebenher wird weniger Zeit benötigt, als mit einer Handzahnbürste. An elektrische Zahnbürsten gewöhnst Du Dich sehr schnell und wirst Erfolg begeistert sein. Solltest Du einmal das Putzen vergessen, wirst Du Deinen Mund als „dreckig“ empfinden.

Elektrische Zahnbürsten gegen Handzahnbürsten:

  • Der optische Erfolg nach dem putzen ist viel besser.
  • Die Zähne fühlen wirklich sauber an. Das zeigt der Zungentest, indem Du mit der Zunge über die dann glatten Zähne fährst.
  • Gute elektrische Zahnbürsten putzen die Zähne mit 40.000 – 50.000 Umdrehungen in der Minute. Zahnbeläge werden dadurch optimal entfernt und Zähne poliert.
  • Pro Anwendung 2 Minuten putzen, das ist absolut ausreichend. Mit einer  Handzahnbürste sollten es mindestens 3 Minuten sein.

Korrekt angewendete elektrische Zahnbürsten schonen Zahnfleisch und Zahnschmelz besser als Handzahnbürsten. Mit Handzahnbürsten darf nicht zu viel Druck ausgeübt werden, dieser ist manchmal schwer einzuschätzen. Gute elektrische Zahnbürsten warnen bei zu viel Druck mit einem Signal.

Die Zwischenräume der Zähne lassen sich mit einer elektrischen Zahnbürste viel gründlicher reinigen und nebenher wird viel mehr Plaque entfernt als mit einer manuellen.

2. Zahnseide – einmal täglich

Reste vom Essen sammeln sich oft in den Zahnzwischenräumen an, Bakterien zersetzen diese und verursachen Mundgeruch und nebenher Plaque. Wusstest Du, dass Zahnzwischenräume 40 Prozent der Zahnoberfläche bestimmen? Kaum eine Zahnbürste erreicht alle Zwischenräume und somit entsteht der Mundgeruch häufig aus den Zahnzwischenräumen. Mundgeruch kannst Du effektiv mit Zahnseide bekämpfen, wenn diese 1 Mal täglich, am besten abends, bewusst und richtig eingesetzt wird. Anfänglich wird Dir die Reinigung etwas umständlich von der Hand gehen, jedoch nach ein paar Tagen kommt die Routine und Du benötigst dafür nur noch 1 Minute.

Anwendung Zahnseide:

Ein Ende der Zahnseide einige Male um den Mittel- oder Zeigefinger einer Hand wickeln und das andere Ende um einen Finger der anderen Hand. Die Zahnseide nun im Zwischenraum öfter hoch und runter bewegen, also von der Zahnspitze bis zum Zahnfleisch. Für jeden Zwischenraum neue Zahnseide benutzen, da anhaftende Speisereste der vorherigen sonst wieder eingeschleust werden. Somit werden schwer erreichbare Zahnoberflächen gut gereinigt. Anschließend mit Wasser oder medizinischen Mundspülung gut ausspülen.

3. Zungenschaber – einmal täglich

Mundgeruch entsteht häufig durch Bakterien verursachte Schwefelgase. Diese werden in den Zungenfurchen produziert, da dort die Zugabe von Sauerstoff fehlt.

Auf der großen und rauen Zunge wird den anaeroben Bakterienstämmen eine perfekte Wohnlandschaft geboten. Die Zunge sollte neben dem Putzen ebenfalls gut gepflegt werden. Wie viele Menschen, nimmst Du sicherlich dafür ebenfalls eine  normale Zahnbürste. Allerdings sind Handzahnbürsten ziemlich unwirksam und die Gefahr einer Verletzung ist höher als der Effekt einer Säuberung. Das gilt ebenfalls für elektrische Zahnbürsten zur Reinigung der Zunge. Um diesen Belag schonend zu entfernen, ist ein Zungenschaber effektiver. In Drogeriemärkten und im Internet sind diese Zungenschaber zu erhalten. Es sollte allerdings ein Guter sein, der keine scharfen Kanten besitzt und viel von der Zunge abschaben kann.  

Auf der Zunge bildet sich nach einem Tag mit Essen und Trinken einen weiß-gelblichen Belag und diesen musst Du abschaben. Die Zunge ohne viel Druck oder vielen Wiederholungen reinigen, damit die Zunge nicht verletzt wird.

Der Zungenreiniger wird vom hinteren Mundinneren langsam nach vorne bewegt. Dafür wird kaum Druck benötigt, der Schaber kann leicht über die Zunge gleiten. Ein heftiges Hin und Her sollte nicht sein. Nach jedem Ablauf vom Zungenschaber den Belag mit kaltem Wasser abspülen. Dieser Vorgang wird täglich vier Mal bei einer Anwendung wiederholt. Da der übel riechende Belag sich hauptsächlich im hinteren und mittleren Zungenbereich befindet, sollte der Schaber soweit es geht im hinteren Mund angesetzt werden. Es kommt vor, dass mit der ersten Anwendung der Belag nicht komplett entfernt wird. Beim täglichen und konstanten abschaben wird der Belag allmählich weniger. Wird die Reinigung der Zunge unterbrochen, wird sich der Belag in einigen Tagen wieder zeigen. Am Anfang der Zungenreinigung kann eine Art „Brechreiz“ aufkommen, dann hast Du den Zungenschaber zu weit in den hinteren Mundbereich geschoben. Daher erst mal im mittleren Bereich beginnen und langsam nach hinten tasten. Mit der Zeit hast Du den Dreh gefunden und der Brechreiz bleibt aus. Nach ca. 2 Wochen ist das Zungenschaben zur Gewohnheit geworden und sogar hintere Ecken sind hygienisch sauber.

4. Das richtige Mundwasser – 1x täglich

Die Betonung liegt auf das richtige Mundwasser. Denn in den meisten Mundspülungen befindet sich Alkohol, dieser trocknet die Mundhöhle aus und es entsteht nach der Anwendung noch mehr Mundgeruch. Nur in wenigen Mundwassern sind Stoffe enthalten, die im Mund Verbindungen von Schwefelwasserstoffen herstellen und den Geruch für fast 10 Stunden entsorgen.  Mundwasser hilft also bei Mundgeruch und ist zur täglichen Zahnpflege eine gute Ergänzung.

Mundwasser enthält unter anderem Amin- und Zinnfluorid, Zinklaktat und natürlich keinen Alkohol. Zink dämmt auf chemische Art die Abbauprodukte der anaeroben Bakterien und stoppt sofort den Mundgeruch. Spüle damit einmal täglich den Mund gut aus und achte darauf, dass jeder Bereich im Mund umspült wird. Das Mundwasser bitte nicht schlucken, das könnte leicht auf den Magen schlagen. 

Der Preis für ein gutes Mundwasser ist sicherlich etwas abschreckend, sollte Dir jedoch für einen guten Atem wert sein.

5. Viel Trinken und zuckerfreies Kaugummi

Mit zu viel Trinken, wie etwas 4 Liter täglich, wird der Mundraum automatisch zu feucht gehalten und erzeugt damit ein schlechtes Klima für geruchsproduzierende Bakterien. Am Tag 2,5 Liter sind daher vollkommen ausreichend. 

Sogar der Speichel kann gegen üblen Mundgeruch Wunder bewirken. Denn Speichel geht mit seiner antibakteriellen Wirkung gegen unerwünschte anaeroben Bakterien an. Als Ergänzung zuckerfreier Kaugummi, durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt und die Mundhöhle feucht gehalten. Hauptsächlich Kaugummi mit Xylitol (Zuckerersatz) wirkt gegen flüchtige Schwefelverbindungen. Zudem hemmt es die Produktion von Plaque und anaerobe Bakterienstämme verringern sich. Produkte mit Xylidol sind ebenfalls zum Lutschen als Pastillen erhältlich.   

6. Ernährung – ausgewogen und regelmäßig  

Bei unregelmäßiger oder kohlenhydratarmer Nahrungszufuhr wird vom Körper Ketose (Stoffwechselzustand) ausgelöst. Die Folge ist unangenehmer Mundgeruch. Sogar bei zu viel Eiweißzufuhr oder Zucker verursacht ebenfalls Mundgeruch.  

Am Tag solltest Du drei Mahlzeiten zu Dir nehmen und dabei auf eine ausgewogene Ernährung achten.

7. Ein paar Tage auf Genuss- und Lebensmittel verzichten:

Anaerobe Bakterien vermehren sich sehr schnell in einem zu trockenen Mund.   Somit unterstützen Zigaretten und Kaffee den üblen Mundgeruch.

Die Abstinenz einer Genuss- und Lebensmittel schadet nicht und dies solltest Du 3-4 Tage durchziehen. Dazu gehören:

  • Kaffee
  • Schwarzer und grüner Tee
  • Alkohol
  • Zigaretten

Weiterhin auf:

  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Schnittlauch
  • Lauch
  • Produkte aus Milch
  • Getränke die Säure enthalten

8. Ursache Mundgeruch – Zähne

Wenn kaum eine Verbesserung in Bezug auf den Mundgeruch zu erkennen ist, dann ist der Gang zum Zahnarzt ein weiterer Schritt. Berichte dem Zahnarzt von Deinem Problem und schäme Dich nicht dafür. Der Zahnarzt wird bei der Untersuchung feststellen können, ob ein fauler Zahn, Karies, eine Zahnfleischentzündung oder eventuell Parodontitis den Mundgeruch hervorruft.

9. Atemuntersuchung

Wird der Zahnarzt bei der Untersuchung der Zähne nicht fündig, ist eine Untersuchung mittels Halimeter (Messgerät) anzuraten. Ausgewählte Zahnärzte besitzen dieses Gerät und bieten spezielle Mundgeruchssprechstunden an. Bei dieser Messung ist genau festzustellen, woher der Mundgeruch kommt. Bei der Messung wird mit einem Röhrchen abwechselnd die Atemluft aus Nase und Mund auf flüchtige Schwefelkomponenten gemessen.

Helfen alle Maßnahmen nicht und selbst der Zahnarzt wird nicht fündig, wird die  Untersuchung mit dem Halimeter entscheiden, welche Untersuchungen noch sinnvoll sind.     

Riecht der Mundgeruch nicht nachVerbindungen von Schwefelwasserstoff, sind wahrscheinlich andere Ursachen dafür verantwortlich. Bei einigen durch Probleme mit dem Magen, chronischer Nebenhöhlenentzündung, entzündende Mandeln, Diabetes oder Anderes verursacht werden. Menschen mit Diabetes können ebenfalls unter  Mundgeruch leiden, dieser Geruch ist dann eher süßlich. Der Arzt kann mit der sensorischen Kontrolle die Ursachen eingrenzen. Nach dem Halimeter Test wird der Zahnarzt einen weiteren Facharzt empfehlen, zum Beispiel einen HNO-Arzt oder Internisten.

Mundgeruch kannst Du Dir ebenso einbilden und kann unbegründet sein. Dieser Zustand löst anhaltende Ängste aus Du distanzierst Dich aus dieser Angst von Deinen Mitmenschen. Diese Einbildung nennt sich Halitophobie und viele Menschen  leiden darunter.

Am besten gleich einen Halimeter Test?

Ohne andere Maßnahmen zur Ursachenfindung sofort einen Halimeter Test durchführen? Das bleibt Dir überlassen, allerdings musst Du eventuell diese Untersuchung aus eigener Tasche bezahlen und diese schlägt mit 100,- bis 250,- Euro recht teuer zu Buche. Wurde kein Mundgeruch bei dem Test festgestellt, wird Dir der durchführende Zahnarzt zur richtigen und verbesserten Mundhygiene anraten.  

10. Internisten und HNO-Arzt aufsuchen

Du bist davon überzeugt, dass die vorherigen 9 Punkte von diesem 10-Schritte-Plan nicht die Lösung waren, solltest Du einen Internisten aufsuchen, das Problem ansprechen und gründlich untersuchen lassen. Mundgeruch kann ebenso in den Nasennebenhöhlen und Mandeln entstehen, das ist allerdings seltener der Fall. Dennoch kann ein weiterer Besuch bei einem HNO-Arzt Klarheit bringen. Mundgeruch entsteht statistisch gesehen zu 90 Prozent im Mund selbst und nur ganz selten durch eine ernsthafte Krankheit.

Weitere Tipps bei Mundgeruch

Wenn Menschen sich die Hand vor ihre Nase halten, bedeutet dies nicht, dass Du aus dem Mund riechst. Manchmal ist es einfach nur ein kratzen an der Nase oder andere Gewohnheiten. Deine Unsicherheit kannst Du schnell mit dem 10-Schritte-Plan ein Ende bereiten.

Mundgeruch kann von anderen Menschen sogar gerochen werden, wenn der Mund geschlossen bleibt. Zum Beispiel, wenn über die Nase geatmet wird.

Kann Mundgeruch selbst gerochen werden?

Viele Selbsttests bringen nicht die Bestätigung für vorhandenen Mundgeruch. Denn den eigenen Geruch aus dem Mund kann kaum selbst erschnüffelt werden.

Kann Mundgeruch selbst gerochen werden?

Bist Du der Meinung, dass Du in diesem Moment unter Mundgeruch leidest, dann überwinde Deine Angst und frage einen nahestehenden Freund/Freundin, denen Du vertraust. Die Frage: Sei ehrlich zu mir, habe ich Mundgeruch? mag vielleicht unmöglich für Dich sein, für den Freund oder die Freundin mit Sicherheit nicht.

Der Hand Test

Die angepriesene Technik „In die Hände Atmen und riechen“ ist überhaupt nicht anwendbar. Jeder Betroffene kann den eigenen Mundgeruch nicht riechen. Die Nase gewöhnt sich ständig an andere Gerüche und bei einem länger anhaltenden Geruch, wie Parfüm, wird dieser mit der Zeit selbst nicht mehr wahrgenommen. Demnach kann der eigene ständig vorhandene Mundgeruch nicht selbst gerochen werden.

Haltosis Schnelltester gehören nicht in die Hand- oder Hosentasche

Kleine, handliche Tester sollen die Intensität von Mundgeruchs anzeigen. Allerdings funktionieren diese sehr ungenau oder gar nicht. Das Gerät kann Mundgeruch anzeigen, obwohl kein Mundgeruch vorhanden ist. Daher ist es sinnlos, solch einen handlichen Tester in der Hand- oder Hosentasche mitzuführen, um unterwegs Tests  durchzuführen. Das kann nur unnötige Angst auslösen. 

Der Test mit Tüten

Sicherlich hast Du im Internet recherchiert, wie Du den eigenen Atem riechen kannst, und bist bestimmt auf den Tütentest gestoßen. Ein Tütentest funktioniert nur bei richtiger Anwendung und außerdem sehr bedingt.

Für den Test besorge Dir einen 7 Liter Plastiktüte oder größer. Mit einem kleineren  Beutel wird der Test nicht funktionieren. Die Plastiktüte dicht an den Mund halten und mit der Nase tief einatmen. Beim Ausatmen die Luft durch den Mund in die Tüte pusten. Den Vorgang langsam wiederholen, bis der Beutel quasi mit der Atemluft gefüllt ist. Den Beutel gut verschließen. Damit sich der Geruchssinn wieder erholt, sollte für 10 Minuten frische Luft eingeatmet werden, damit anschließend der Geruch im Beutel gerochen werden kann. Als Alternative kannst Du ebenfalls an etwas anderes riechen, zum Beispiel an gemahlenen Kaffee.

Nach der Pause den Beutel öffnen, dicht an die Nase bringen und daran riechen. Manche Menschen können damit den eigenen Mundgeruch erschnüffeln, andere allerdings nicht eindeutig. Das Einfachste ist immer noch, einen nahestehenden Menschen zu fragen, bei dem Du Dich nicht schämen musst und Dir wahrheitsgemäß antwortet.

Diverse Shops und deren Wundermittel

Das Internet ist voll mit Mitteln, um Mundgeruch zu entfernen. Manche sind überteuert, nicht notwendig und funktionieren oft nicht. Bevor Du einige ausprobierst, solltest Du Dich der richtigen Mundhygiene und einer ausgewogenen Ernährung widmen. Das bringt mehr Nutzen als diese Produkte.

Halte von diesen unnötigen Produkten Abstand, das schmälert nur die Geldbörse und bringt keinen langfristigen Erfolg. Sobald diese angeblichen Anti-Mundgeruch Mittel wieder abgesetzt werden, ist das Problem wieder da. Gegen Mundgeruch hilft nur langfristig eine elektrische Zahnbürste, Zungenschaber, gutes Mundwasser und Zahnseide.

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