Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Was hilft gegen Rückenschmerzen? Schnelle Hilfe und Tipps

Was hilft gegen Rückenschmerzen

Bei Rückenschmerzen ist die Bewegung schnell eingegrenzt. Für eine schnelle Hilfe  gegen Rückenschmerzen findest Du folgend wertvolle Tipps.

Übermäßige Operationen am Rücken

In den letzten zehn Jahren haben sich, laut Krankenkassen, die Zahl an  Rückenoperationen verdoppelt. Bei einigen Erkrankungen an der Wirbelsäule lassen sich gestiegene OP-Zahlen medizinisch erklären, das erklärt jedoch nicht die hohe Gesamtzahl. Für viele unspezifische Rückenschmerzen ist die Maßnahme für eine Operation nicht gegeben.   

Beim Ziehen und Drücken im Kreuz ist die Diagnose stets Rückenschmerzen, jedoch nicht immer Hinweise auf eine Wirbelsäulenverletzung, akute Entzündung oder einen Tumor, der sich im Rücken ausbreitet und Schmerzen verursacht.

Nicht unbedingt MRT und Röntgenuntersuchung

Für Rückenschmerzen können ebenso neurologische Symptome oder Lähmungen der Wirbelsäule verantwortlich sein. Daher ist eine Untersuchung unumgänglich. Bei  unspezifischen Schmerzen muss nicht unbedingt geröntgt oder eine Kernspinuntersuchung vorgenommen werden.  

MRT und Röntgenuntersuchung bei Rückenschmerzen

Bei diesen Untersuchungenwerden häufig Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule erkannt, darunter Bandscheibenvorfälle. Diese erklären zwar die Schmerzen im Kreuz und sind eigentlich nebensächlich. Denn viele Bandscheibenvorfälle bereiten keine Probleme. Rückenschmerzen dagegen können bei einer gesunden Wirbelsäule auftreten. Einen Zusammenhang zwischen einfachen Schmerz und einen Vorfall lässt sich dadurch nicht herstellen. Allerdings geschieht dies häufig und führt zur „Übertherapie“. Die Patienten müssen sich dann einer Operation unterziehen, die eigentlich völlig unnötig ist.  

Verspannte Rückenmuskeln

Eine verspannte Rückenmuskulatur erzeugt in den meisten Fällen heftige Schmerzen. Durch verschiedene Muskelschichten bildet sich Stellglied. Bei einer  bereits leichten Veränderung der Mechanik und Statik des Rückgrats, eventueller Verschleiß der Zwischenwirbelgelenke, versucht die Muskulatur dagegenzuhalten.

Diese aufkommenden Verhärtungen schmerzen und schwächen die Stabilität des kommunizierenden Systems. Das Nervensystem steuert maßgeblich die Wahrnehmung der Schmerzstärke. Durch Unzufriedenheit und Stress wird vom Gehirn und Rückenmark die Filterleistung gestört und somit erhöht sich die Schmerzempfindlichkeit.

Psychische Einflüsse sind oft entscheidend, ob sich die Schmerzen als chronisch erweisen. Klingen die Schmerzen nicht nach sechs bis zwölf Wochen ab, sind diese „multimodal“ (kombinierte Behandlung) zu bekämpfen. Das bedeutet: mit Schmerzmitteln und zur Unterstützung eine Bewegungs- und Verhaltenstherapie.

Teiltherapie – Schmerzmittel   

Damit ohne Schmerzen trainiert werden kann, sind Medikamente wichtig. Allerdings mit Bedacht und nicht zu defensiv einzusetzen. Die Bewegungstherapie dient zur Mobilisierung und schmerzfreien Einstellung. Die Muskulatur muss zuerst neu wahrgenommen und anschließend gekräftigt werden. Um neuen Schmerzen vorzubeugen, sollten stets verschiedene Übungen gemacht und fortgeführt werden. Ist die Mobilität wieder hergestellt, profitiert die Seele ebenfalls davon. Eine Verhaltenstherapie erleichtert den Umgang mit Schmerzen und hilft ebenso, Rücken schadende Gewohnheiten abzulegen.  

Sinnvolle Operation  

Dennoch sind Operationen in manchen Fällen sinnvoll. Nervenschmerzen oder Begleitung neurologischer Ausfälle weisen oft auf eine Druckschädigung und können mit einer Operation behoben werden. Solche Hindernisse bilden sich oft aus Bandscheibenvorfällen und einer Wirbelkanalverengung. Eine Operation hängt vom Ausmaß resultierender Ausfälle ab. Eine notwendige Operation wird nur bei umfangreichen Lähmungen und neurologischen Darm- und Blasenstörungen vorgenommen.   

Zu schnelle Eingriffe bergen zudem Risiken: Das entstandene Narbengewebe kann neue Schmerzen auslösen oder die Passivität beeinflusst langfristig die Schmerzverarbeitung. Bei Aktivität können Schmerzen entgegengewirkt werden.

Tipps bei Rückenschmerzen 

Nasskaltes Wetter verträgt die Wirbelsäule gar nicht, denn das Auskühlen verhärtet die Muskulatur. Die beste Strategie sind mehrere dünne Schichten an Kleidung. Es bildet sich dadurch ein Luftpolster und dies schützt vor Auskühlung. Übermäßiges Schwitzen wird durch atmungsaktive Materialien verhindert. Windfeste Jacken beugen Zugluft vor, die Rückenmuskulatur wird auf natürliche Weise erwärmt, bleibt geschmeidig und Verspannungen werden vorgebeugt.

Tipps gegen Rückenschmerzen

Tipp: Bei niedrigen Temperaturen benötigen Gelenke, Muskeln und Bänder längere Zeit zum Aufwärmen.

Durch eine verbesserte Haltung wird der Rücken geschont. Ein Hohlkreuz erzeugt öfter Rückenschmerzen. Weniger Beschwerden treten bei einem flachen Rücken und normaler Haltung auf.

Dafür zwei Übungen: 

1. Gerade hinstellen und den Kopf so weit anheben, dass sich die Ohren über den Schultern befinden. In Schulterhöhe die Arme seitlich ausstrecken, langsam bis zehn zählen und dabei halten. Nochmals bis zehn zählen und die Arme dabei absinken. Das Ganze zehnmal wiederholen.

2. Mit der linken Hand die linke Schulter berühren, mit der rechten Hand die rechte Schulter. Beide Ellbogen gleichzeitig anheben und wieder absenken.

Massagen

Massagen lockern verspannte Muskeln: Dazu an eine Wand stellen, einen weichen Tennisball zwischen Körper und Mauer klemmen. Dann langsam auf dem Ball hin und her bewegen. Täglich zweimal fünf Minuten ausführen. 

Bandscheiben entlasten   

Stufenlagerung hilft oft bei starken Schmerzen. Dafür flach auf den Boden legen und die Unterschenkel auf einen Stuhl oder Hocker legen. Dabei sollte sich ein 90-Grad-Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel bilden. Wichtig: Nicht zu lange unbeweglich bleiben, zwischendurch aufstehen und etwas umhergehen. Die Übung maximal zehn Minuten ausüben und öfter wiederholen.

Rückenschule und Eiweiß beugt vor

1. Starke Muskeln durch Eiweiß

Eiweiss gegen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen entstehen oft durch eine schwache Rückenmuskulatur. Muskeln benötigen zum Wachsen Eiweiß. In Fleisch, Milch, Fisch und Hülsenfrüchten steckt viel Eiweiß.

2. Beweglich durch aktives Sitzen

Nicht still sitzen, sondern auf dem Stuhl öfter rutschen und zappeln. Dadurch wird das Kreuz mobil gehalten.

3. Aufrecht durch Sitzstretching  

Gerade Wirbelsäule: Beim längeren Sitzen verspannt sich das Kreuz. Sitzstretching verhindert dies. Dafür mit den Oberschenkeln 15-mal auf dem Boden stehenden Füßen Druck ausüben. Die Arme werden dabei auf Schulterhöhe nach hinten gestreckt.

4. Hausmittel Heilerde

Bei Zerrungen: Heilerde entkrampft die Muskulatur. Wasser und Heilerde zu einem kalten Brei mischen, auftragen und mit einem Verband umwickeln. Bei entstehendem Wärmegefühl den Wickel entfernen und die Erde gut abwaschen.

5. Rücken kräftigen  

Rückenschule: Mit Kräftigungsübungen können Verspannungen vorgebeugt werden. Rückenschulen und Kurse im Fitness-Studio bieten diese Übungen an.

6. Stütz-Kissen  

Flache Liegeposition: Falsche Kissen hinterlassen morgens oft Rückenschmerzen. Am besten auf hohe Kissen verzichten und gegen ein spezielles Nackenkissen eintauschen. Bei diesen Kissen knickt der Kopf nicht ab.

7. Lockerung durch Katzenbuckel

Rücken Dehnung: Aktiv sogar vor dem Fernseher. Dafür die Hände auf den Tisch legen, die Stirn darauf abstützen und mit hängenden Schultern einen Rundrücken erzeugen. 

8. Entkrampfende Wärme

Bessere Durchblutung: ob Vollbad, Salbe oder Wärmepflaster. Die Rückenmuskulatur entkrampft bei Wärme. Sogar bei Hexenschuss oder Ischias.

9. Verspannungen durch Heilbalsam lösen

Befreite Energiebahnen: Die chinesische Medizin betrachtet Schmerzen als Folge eines gestörten Energieflusses. Die betroffene Stelle wird mit ätherischen Ölen, in Balsamform (z.b. Tigerbalm), eingerieben. Dadurch löst sich die Blockade.   

10. Ein Bett – zwei Matratzen

Passender Härtegrad: Bei einem Doppelbett sind zwei Matratzen vorteilhaft. Denn der Härtegrad richtet sich nach dem Gewicht des Schläfers. Der schwerere Partner benötigt eine härtere, der Leichtere eine weichere Matratze, damit wird ein tiefes Absinken vom Rücken verhindert.

11. Stühle mit Prüfsiegel

Rückengerecht sitzen: Beim Kauf neuer Stühle ist darauf zu achten, dass dem Rücken gerecht wird. Dabei hilft ein Prüfsiegel am Stuhl.

12. „Tapen“ bei Schmerzen   

Tapen: Bei Rückenschmerzen helfen elastische Bänder. Dafür werden sogenannte Tapes fachgerecht auf betroffene Stellen geklebt. Der Blut- und Lymphfluss wird  angeregt. Verspannungen und Entzündungen klingen ab.

13. Geschmeidig durch Wasser  

Flexible Bandscheiben: Bandscheiben benötigen Flüssigkeit, um elastisch zu bleiben. Denn Bandscheiben agieren als wichtige „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbeln. Deshalb möglichst 2 Liter Wasser täglich trinken.

14. Aufbaustoffe

Knochen und Bänder: Knochenwachstum wird durch Vitamin A gefördert. Bänder und Sehnen durch Vitamin C gestärkt.

15. Armstreckung

Für vieles Sitzen: Nach langem Sitzen ist Bewegung hilfreich. Dafür die Arme weit nach oben stecken und dabei den Rücken strecken. Abwechselnd nach rechts und links recken. Die Übung ist im Stehen und Sitzen auszuüben und ein schnelles Fitness im Büro.

16. Schmerzsalben auf pflanzlicher Basis

Akuthilfe auf natürliche Art: Bei Verspannungen lindern Schmerzsalben mit Beinwell  Verspannungen und Zerrungen. Mehrmals am Tag die betroffenen Stellen einreiben.

17. Nach dem Recken aufstehen

Warmstart: Bereits im Bett vor dem Aufstehen die Muskeln aufwärmen. Dafür die  Arme nach oben recken und strecken. Rückenverspannungen werden dadurch vorgebeugt.

18. Einlagen zum besseren Laufen

Gehen wie auf Wolken: Eine Fußfehlstellung können die Muskeln im Rücken verspannen. Mit Geleinlagen wird die Fußsohle gepolstert, stabilisiert und Stöße abgefedert. Die Knie profitieren ebenso davon.

19. Schöllkraut für starke Nerven

Hexenschuss: Schöllkrauttee lindert Schmerzen beim Hexenschuss. Einen Teelöffel trockenes Kraut in eine Tasse geben, kochendes Wasser darüber, fünf Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abgießen. Am besten am Abend trinken.

20. Kurze Gymnastik

Gelenke schmieren: Täglich fünf Minuten Gymnastik hält die Gelenke der Schulter, Hüfte oder Knie beweglich. Dafür genügen einige Kniebeugen, Schultern kreisen lassen und Hüftdrehung. Zur Stärkung der Muskulatur genügt ein 15-minütiger Spaziergang.

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